120 Rettungskräfte proben den Ernstfall

"Brand" auf Schloss Neuschwanstein

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Die Feuerwehren aus Schwangau, Füssen und Buching machen sich daran bis zu 60 Personen aus dem „brennenden“ Schloss zu retten.

Schwangau – Feuer auf Schloss Neuschwanstein: Am Samstagmorgen sind rund 120 Einsatzkräfte aller Blaulichtorganisationen am Märchenschloss angerückt. Doch Grund zur Beunruhigung gab es nicht. Bei der Alarmierung handelte es sich nur um eine großangelegte Übung.

Dabei sollte unter anderem geprüft werden, wie die verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten und wie die neue unabhängige Wasserversorgung am Schloss funktioniert, erklärte der Erste Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Schwangau, Siegfried Janta auf Nachfrage des Kreisbote. D

as Schloss brennt und im Inneren befinden sich noch sieben bis zehn verletzte Personen – so lautete zunächst das Drehbuch der Übung. Um sie zu retten, schickt Janta mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten ins Gebäude.

Doch dann stellt sich heraus: 25 bis 60 Leute befinden sich noch im Schloss. Was muss in einem solchen Fall bereitgestellt werden? Wo müssen sich die Rettungskräfte positionieren? Und funktioniert die gedachte Planung auch in der Praxis? Fragen, auf die die Übung Antworten liefern sollte.

Großübung auf Schloss Neuschwanstein

Für Janta selbst war es die erste Übung dieser Dimension am Schloss Neuschwanstein. Neben den Floriansjüngern aus Schwangau rückten auch die Feuerwehren aus Füssen und Buching an. Daneben waren die Bergwachtbereitschaft Füssen, die Polizei und das Rote Kreuz vor Ort. Dabei stand auch die Notfall- und die Wasserversorgung im Fokus. Denn vor kurzem wurde die unabhängige Wasserversorgung am Schloss fertiggestellt, erklärte der Erste Kommandant.

Die wird nötig, falls der Hydrant ausfällt. Sonst „haben wir keine Wasserversorgung da oben“, so Janta. Aber „die Erstversorgung muss stehen.“ Bei der unabhängigen Wasserversorgung wird Wasser vom Alpsee mit Hilfe von Pumpen in einen Behälter am Schloss Neuschwanstein befördert. Von dort muss es dann ein Fahrzeug Richtung Schlosshof pumpen, erklärte der Erste Kommandant. Die Übung hat ergeben: Kleinigkeiten müssten noch geändert werden. Aber ansonsten „funktioniert es sehr gut“, zog Janta eine positive Bilanz.

Katharina Knoll

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