Nach fünf Jahren Vakanz übernimmt Roland Berkmüller das Amt des Kontaktbeamten

"Es gibt Menschen Sicherheit"

+
Bürgermeister Paul Iacob (rechts) wünscht Roland Berkmüller (Mitte) alles Gute für seine neuen Aufgaben als Kontaktbeamter. Zusammen mit Füssens Polizeichef Edmund Martin (links) stellte er sein Aufgabengebiet der Presse vor.

Füssen – Fünf Jahre war die Stelle vakant, jetzt hat Füssen einen neuen Kontaktbeamten: Seit Montag streift der Polizist Roland Berkmüller durch Füssen, um sich den Anliegen der Füssener Bürger, Unternehmen und der Stadtverwaltung anzunehmen.

„Es ist ganz ganz wichtig, dass die Polizei in Uniform präsent ist“, meinte der Füssener Polizeichef Edmund Martin. Denn dadurch fühle sich die Bevölkerung einfach sicherer. Durch den früheren Kontaktbeamten habe die Polizei außerdem „immer gute Infor-mationen bekommen“. 

Doch nachdem der in den Ruhestand gegangen war, war das personell zunächst nicht mehr möglich. Jetzt sei die Lage zwar noch schwieriger, doch durch einen Wechsel beim Personal können die Beamten die Stelle wieder besetzen. Allerdings nicht hauptamtlich. Als „multifunktionaler Beamter“ arbeitet Berkmüller in den kommenden zwei Jahre zudem bei der Jugendverkehrsschule mit. Außerdem deckt er die Bereiche Jugendschutz und Prävension „komplett ab“, so Martin. Erfahrungen für sein neues Aufgabenfeld bringt Berkmüller schon mit. 

Der 44-Jährige war bereits in München als Kontaktbeamter tätig. Ihm persönlich sei diese Aufgabe deshalb „auch ganz wichtig“. Denn Bürger können ihn einfacher ansprechen als eine Polizeistreife im Auto. Da werde er auch mal zur Tourist Information und helfe den Gästen ein Restaurant, Toiletten oder den Weg zum Schloss Neuschwanstein zu finden, grinst Berkmüller. Das sei zwar nicht sein Schwerpunkt, gehöre aber „einfach dazu“, so Martin. Dabei werde er versuchen „alle Stadtteile abzudecken“, sagte Berkmüller. Daneben steht er für allgemeine Rechtsfragen zur Verfügung oder hat ein Auge auf Straßenmusikanten, Bettler oder den Verkehr. 

„Er ist aber nicht da, um nur zu verwarnen oder anzuzeigen“, relativiert Martin. Erreichen können ihn Bürger über die Telefonnummer der Polizei Füssen 08362/91 230. Auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) freute sich, dass die Stelle des Kontaktbeamten wieder besetzt wird. „Es gibt den Menschen eine gewisse Sicherheit.“ Gut sei außerdem, dass er ein gebürtiger Füssener ist, so „kennt er die Mentalität und die Leute“. Dennoch appellierte er, genau wie Martin, mehr Polizisten nach Füssen zu schicken: „Die Personaldecke für die Menschen ist zu gering. Man misst an der falschen Messlatte“. 

Denn Füssen habe mit seinem Umland zwar nur rund 20.000 Einwohner, doch pro Jahr kommen allein 2,4 Millionen Tagestouristen in die Lechstadt. Doch nicht nur die Touristen halten die Polizei auf Trab, immer mehr werden die Füssener Beamten auch bei der Kontrolle von illegalen Flüchtlinge gefordert, die über Österreich und die A7 nach Deutschland geschleust werden, so Martin.

Katharina Knoll

Meistgelesene Artikel

Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

In den Skigebieten in Oberstdorf und dem Kleinwalsertal kennt der Skispaß, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen. Eine der attraktivsten …
Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Kommentare