Nach acht Jahren tut sich was

Völlig überwuchert ist die Baugrube in der Luitpoldstraße. Das soll sich aber ändern. Denn der Bauwerber hat jetzt eine Änderung des Bauantrags dem Bauausschuss vorgelegt. F: Knoll

Füssen – „Ein Schandfleck für ganz Füssen“ - das ist die Baugrube in der Luitpoldstraße, sagte Franz Nagel (CSU) am Dienstag im Bauausschuss. Seit acht Jahren dürfte hier gebaut werden. Getan hat sich aber wenig. Doch jetzt will der Bauwerber die Sache offenbar in die Hand nehmen.

Nachdem die Stadtverwaltung die Baugenehmigung verlängert hat, reichte der Bauwerber jetzt eine Änderung des Bauantrags ein. 14 Wohnungen und zwei Läden, statt ursprünglich einem, sollen in das neue Haus kommen, meinte Bauamtsleiter Armin Angeringer. Damit sind die neuen Pläne „fast identisch“ mit den alten. Trotzdem gibt es ein Problem: die 21 Parkplätze sind zu wenig, so Angeringer. Laut einer neuen Verordnung braucht das Haus jetzt sieben Stellplätze mehr. Deshalb müssten die Pläne „zwingend“ geändert werden. 

Keiner der Stadträte wollte dem Projekt im Weg stehen. Deshalb waren sogar einige bereit, es mit den Stellplätzen nicht so genau zu nehmen. Man sollte dem Bauwerber nicht sieben Parkplätze aufdrücken, nur weil er die Frist für die Änderung des Bauantrags versäumt habe, meinte Günther Knauss (CSU). Und auch Nagel appellierte hier „ein bisserl großzügig zu sein“. 

Ein anderes Problem hatte dagegen Magnus Peresson (UBL). Die Zufahrt zu der Tiefgarage, die der Bauwerber bauen will, soll über die Hintere Gasse führen. Dafür habe sich der Stadtrat damals entschieden, weil er die Luitpoldstraße zur Flaniermeile machen wollte. Die Zufahrt da anzusiedeln sei aber „schon fast kriminell“. Schließlich sei die Gasse hier besonders eng. „Im Hinblick auf eine gesunde Urbanität sollte man alles tun“, räumte Peresson ein. Allerdings sollten die Mängel des alten Planes jetzt verbessert werden. 

„Nicht so dramatisch“ sah das hingegen Nagel. Da das Haus mitten in der Altstadt liegt, werden die Bewohner ihre Autos nicht viel bewegen. Da werde die Zufahrt zum „Hechten“ viel stärker frequentiert, meinte er. Letztlich einigten sich die Räte darauf, dass die Stadtverwaltung mit dem Bauwerber erneut Gespräche führen soll, welche Möglichkeiten es hier gebe. kk

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