Ehre dem Bäckerhandwerk

Der frisch eingeweihte Brunnen wurde sofort zum Blickfang auf dem Schrannenplatz. Foto: cf

Füssen – Mit dem Reigen von sechs Mädchen ist kürzlich in der Altstadt am Schrannenplatz die Enthüllung des Bronze-Brunnens gefeiert worden. Die Skulptur des rund 70.000 Euro teuren Brunnens soll den Weg vom Korn zum Brot nachzeichnen und die Berufe vom Bauern über den Müller bis zum Bäcker – ehren.

Genauso sehe es aus, „wie ich mir das vorgestellt hatte“, so Hildegard Schmid-Höfler über das sprudelnde Werk des in Roßhaupten lebenden Bildhauers Josef Walk, das sie vor vier Jahren angeregt hatte. Vom sehnlichen Wunsch, einen solchen Brunnen als Ort des Innehaltens vor dem ehemaligen Kornhaus in der Altstadt ins Leben zu rufen bis zum Festakt durch die 2. Füssener Bürgermeisterin Usch Lax ist viel Zeit vergangen. Schmid-Höfler hat ihr Ziel erreicht, weil sie ebenso hartnäckige Mitstreiter für ihr Projekt gewann. 

Was hier gezeigt wird, versteht vielleicht nicht gleich jedes Kind, aber Erwachsene könnten es sofort erklären: ein Landwirt, ausgerüstet mit einem Dreschflegel, ein Müller mit Mahlstein und ein Bäcker mit Brotschaufel sitzen auf einer stilisierten Getreidegarbe: das symbolisiert den Weg vom Samenkorn zu leckeren Semmeln. Es darf hier frisches Wasser nicht fehlen. 

Seine kreativ-handwerkliche Arbeit am Objekt habe sechs Monate gedauert, erläuterte Walk. Für den Bronzeguss setzte er „das traditionelle Wachsausschmelzverfahren“ ein. Der Brunnen neben der Bäckerei Höfler wurde während und nach seiner Weihe schon hunderte Male fotografiert. Etwas Geld fehlt nach Angaben der Verantwortlichen noch, um alle Kosten, die sich auf 70.000 Euro belaufen, zu decken. cf

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