Neuer Lösungsansatz

In Form einer mobilen Jugendarbeit möchte die Marktgemeinde Reutte dem immer wieder auftretenden Vandalismus einzelner Jugendlicher verstärkt zu Leibe rücken. Hierzu stellt die Gemeinde mit Andreas Nigg, einem 30-jährigen Breitenwanger, einen Mann in Dienst, der sich gut auf diese Aufgabe vorbereitet hat.

Es sei politisch und gesellschaftlich das Anliegen der Marktgemeinde, den Jugendlichen die Möglichkeit zu eröffnen, sich ohne Schwellenangst bei Problemen an eine Bezugsperson vor Ort wenden zu können. Das gab Bürgermeister Helmut Wiesenegg im Rahmen einer Pressekonferenz zusammen mit dem Vertreter des Landes Tirol, Siegfried Pfeifer, zu verstehen. Dabei versteht sich diese Art der Jugendbetreuung, die zum 1. November begann, nicht als Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen ähnlicher Art, sondern als Ergänzung und Vervollständigung. „Wir wollen die Jugendlichen dort ansprechen, wo sie sich aufhalten. Also an Plätzen, in Kneipen, vor der Schule oder an anderen von ihnen bevorzugten Orten", erklärte Bürgermeister Wiesenegg. Es gehe nicht darum, die Jugendlichen am Gängelband zu führen oder bei irgendwelchen Missbräuchen gleich zu bestrafen, sondern darum, die Ursachen ihres Verhaltens zu ergründen und diese, wenn möglich, abzustellen. Siegfried Pfeifer, Jugendreferent im Dienste des Landes Tirol, ist sich bewusst, dass es ein langwieriger Prozess sein wird, bis die Jugendlichen Vertrauen zu Nigg gefasst haben werden. Alternativen benötigt „Junge Menschen mit ihren oft vielfältigen Problemen brauchen einen festen Bezugspunkt und eine Alternative zu bestehenden Einrichtungen", erklärte Pfeifer. Die mobile Jugendarbeit sei bereits in anderen Gemeinden sehr erfolgreich und die Notwendigkeit sei von steigender Tendenz. Nach der Erstellung einer Bedarfsanalyse sollen die bestehenden Probleme dann zielführend angegangen werden. Auch der Leiter des Jugendzentrums „Smile", Charly Poberschnigg, stellte fest: „Wir haben die gleichen Ziele aber verschiedene Arbeitsmethoden", und er freue sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Andreas Nigg. 50 Prozent der Kosten des Projekts übernimmt das Land Tirol.

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