Dr. Jochen Schmand will Patienten mit Hüftproblemen zu mehr Lebensqualität verhelfen

Neuer Chef in der Chirurgie

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Dr. Jochen Schmand mit Assistenzärztin Dr. Ayla Oguzcan, die an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München Humanmedizin studiert hat und jetzt von Niederbayern nach Füssen wechselte. Beide haben eine Hüftpfanne aus Metall und einen Kunststoffeinsatz im Blick. Nach der kollegialen Besprechung eilt der neue Füssener Chirurgiechef in den OP.

Füssen – Auf sanfte Weise im OP kann ein Patient zu einer neuen Hüfte kommen und dadurch nach schmerzhafter Zeit wieder mehr Lebensqualität gewinnen. Dr. Jochen Schmand bring als neue Chirurgie-Chefarzt mit seinem Team an der Klinik Füssen die Erfahrung mit, solche Eingriffe voauszuführen.

Erster Schritt – außer in Akutfällen – ist immer der Termin in der chirurgischen Sprechstunde. Hier wird das notwendige Vertrauen aufgebaut. In der Füssener Chirurgie werden unter dem neuen Chef allerdings auch andere Eingriffe mittels moderner OP-Techniken vorgenommen.

Schmand ist spezialisiert auf Endoprothetik und Alterstraumatologie, aber auch in der Kindertraumatologie hat der neue Chefarzt viel Erfahrung. Mit einem allgemein verständlichen Vortrag hatte sich der aus Reutte nach Füssen an die Klinik gewechselte Chirurg vorgestellt. Der neue Chefarzt der Chirurgischen Abteilung an der Füssener Klinik war zuletzt zwölf Jahre als leitender Oberarzt der Unfallchirurgie am Bezirkskrankenhaus in Reutte tätig.

 Jährlich werden an deutschen Kliniken mehr als 180.000 Hüftgelenke von spezialisierten Chirurgen durch Prothesen ersetzt. „Mit sehr guten Langzeitergebnissen ist der künstliche Gelenkersatz eine erfolgreiche orthopädische Operation“, betont der neue Chefarzt der Chirurgie.

Der Füssener Chefarzt erklärt, dass in jedem Fall der Patient bereit sein muss, sich aktiv daran zu beteiligen, „die Kraft und Beweglichkeit vorsichtig wieder aufzubauen“. Vorteilhaftes Verfahren Am Füssener Krankenhaus kann er für alle dafür geeigneten Patienten vorteilhafte minimalinvasive OP-Verfahren einsetzen. „Der Chirurg drückt die Muskeln durch spezielle Instrumente nur beiseite“, erklärt er. „Wir durchtrennen die Muskeln nicht wie es noch im klassischen Verfahren unumgänglich ist, das außerdem einen langen Schnitt erforderlich macht.“ Dadurch bleibe die Muskulatur weitgehend unbeschädigt „und die Patienten kommen schneller wieder auf die Beine“.

Die eingesetzten Methoden mit dem viel kleineren Hautschnitt erfordern allerdings eine hohe Geschicklichkeit und viel Erfahrung des Chirurgen. Große Erfahrung „Ich habe bereits Hunderte Patientinnen und Patienten mithilfe der neuen Spezialtechnik auf sanfte Weise zu einem neuen Hüftgelenk verholfen“, verweist der Chefchirurg auf die Vorgeschichte seiner fachärztlichen Karriere.

Die Technik mit einem kleineren Zugang von oben setze er bereits seit 2008 ein. „In meiner Zeit in Reutte waren es 100 solcher Eingriffe jährlich. An der Klinik in Füssen hat das den Patienten immer schonende Verfahren seine Fortsetzung erfahren. „Hier ist es neu, aber durch unsere große Erfahrung eine OP, die insgesamt meist nur eine Stunde dauert.

Die Chirurgische Sprechstunde dient dazu, auf alle Fragen eines Patienten eine klare Antwort zu geben.“ Zuletzt hat der Chirurgen zwei Füssenern im Alter von 80 Jahren eine Hüfte eingesetzt. Wie beide Senioren gegenüber dem Kreisbote versicherten, sind sie nach dem mehrtägigen stationären Aufenthalt und den Reha-Wochen wieder gut zu Fuß.

Chris Friedrich

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