Tierischer Besucher

Diese Kornnatter hatte sich am Sonntag in einer Abstellkammer des Kreisboten verkrochen. Wem sie gehört, war bei Redaktionsschluss unbekannt. Die etwa 80 Zentimeter lange Schlange ist nicht giftig. Foto: Schuster

Füssen – Ungewöhnlich fing die Woche für die Kreisboten-Redaktion an. Am Montagmorgen wurde Redaktionsleiter Peter Schuster von einem Herrn begrüßt, der eine Schlange einfangen wollte. Tatsächlich hatte sich eine nordamerikanische Kornnatter in eine Abstellkammer des Kreisboten verirrt. 

Bereits am Sonntag wurde der Füssener Schlangenexperte Johan DeSmedt auf den Plan gerufen, weil sich in dem Gebäude, in dem sich die Kreisboten-Redaktion befindet, eine Schlange tummeln würde. DeSmedt entdeckte das Tier dann auch, es entwischte ihm jedoch durch die Ritzen einer Tür in eine abgeschlossene Kammer.

In Absprache mit der Polizei versiegelte er die Spalten der Tür mit Klebeband, um am Montagmorgen, zu den Geschäftszeiten des Kreisboten, wiederzukommen und das offenbar entlaufene Tier einzufangen. 

Zum Glück kennt er sich mit den Tieren aus: Der aus Belgien stammende und in Füssen lebende DeSmedt hat bereits zwei Bücher über Schlangen geschrieben und besitzt sogar eine Genehmigung zum Halten von Giftschlangen, als einer von „wahrscheinlich weniger als zehn Menschen in Bayern“, wie er erzählte. Er fing den Besucher rasch ein. 

Es handelte sich um eine nordamerikanische Kornnatter von rund 80 Zentimetern Länge, genauer gesagt um ein noch nicht ganz ausgewachsenes Männchen. Die Schlange ist nicht giftig und auch nicht leicht reizbar. Mit der etwa fingerdicken Natter auf der Hand schaute DeSmedt sogleich in der Redaktion vorbei, wo wir das ebenso schöne wie harmlose Reptil aus der Nähe bewundern durften. 

Da die Kornnatter in Europa nicht vorkommt, muss sie wohl einem Halter ausgebüchst sein. Dem dürfte jedoch kein Ärger mit der Polizei drohen, da die Schlange nicht giftig ist und keine Gefahr von ihr ausging. ps

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