"Nur bezahlbare Investitionen"

Trotz gewichtiger Konkurrenz – dem Nockher-berg und der deutschen Fußball-Equipe – konnte sich Bürgermeister Angl nicht über mangelndes Interesse bei der Bürgerversammlung am Mittwoch vergangener Woche beklagen. Zu seinem Rechenschaftsbericht füllten die Bürger die Lechhalle fast restlos, um interessante Zahlen und das Neueste aus Gemeinde und Verwaltung zu hören. Vor allem interessierte die Finanzlage, aber auch die Immobiliensituation.

Sonne, Wasser, Strom, Immobilien, Finanzen, auf diese Stichworte kann man den Rückblick Angls auf 2009 und die Gemeinde reduzieren, der sich auch im Internet auf der Homepage von Lechbruck findet. So dreht sich vieles in der Flößergemeinde konsequenterweise ums Wasser, hielten vor allem die Baumaßnahmen rund um den Lechsee die Verwaltung und Bürger vergangenes Jahr in Atem. Dazu kommen die zahlreichen Ver- und Entsorgungskanäle sowie die Hochwasserschutzmaßnahmen an den Bächen und dem Lech. Womit sich die Kosten anschließen, mit denen Lechbruck wie jede andere Gemeinde zu kämpfen hat. Rentable Sonne Gerade beim Stichwort Finanzen scheint sich aber auch ein Weg aufzutun, so soll die Sonne künftig einen positiven Beitrag leisten. Ist doch die Ausgabe für die errichteten Photovoltaikanlagen, wie Angl in seinem Vortrag meinte, die erste rentierliche Neuverschuldung, die in den nächsten 20 Jahren rund 800000 Euro zusätzlich zur Investition erwirtschaften soll. Angl war seinerzeit angetreten mit dem Vorsatz, die Schulden abzubauen, keine neuen anzuhäufen und sein Vorgehen transparent zu gestalten. So war auch das Thema Finanzen ein zentraler Punkt. In seiner Präsentation stellte Angl die wichtigsten Immobilien der Gemeinde separat vor ebenso, die Kosten, die sie verursachen und auch die Einnahmen, die sie erbringen. Und dahin gingen auch Fragen der Zuhörer, die wissen wollten, wie es mit Objekten wie dem Hallenbad und der Schule weitergehen soll und eben auch mit den Finanzen. „Es wird nur Investitionen geben“, so Angl, „die wir auch bezahlen können“. Schulhaus-Frage bleibt Wobei der Rathauschef hofft, dass keine unvorhergesehenen Ereignisse den Haushalt belasten werden. Nicht ganz gelöst ist die Immobilienfrage, insbesondere die des alten Schulhauses. Man könne niemanden zwingen, sich für diese Immobilien zu interessieren, so Angl. Dabei habe man zahlreiche Ausgaben schon vermindert, so der Bürgermeister in seinem Vortrag, womit die Verschuldung der Gemeinde um fast eine halbe Million gedrückt wurde.

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