Offener Brief an den Landrat

Den Bestrebungen der Stadträte Jürgen Doser (FW) und Dr. Hans-Martin Beyer (CSU), eine Restnutzungsdauer von 18 Jahren für die Schwarzbauten im Wasenmoos zu erwirken, hat Landrat Johann Fleschhut Anfang des Monats eine Absage erteilt (der KREISBOTE berichtete). Nun hat Wasenmoos-Sprecher Hannes Schäfer im Namen seiner Mitstreiter diese Forderung erneuert. In einem offenen Brief bittet er den Landkreischef um 18 Jahre für alle.

Die Wasenmoos-Bewohner seien „weiterhin dialogbereit“, schreibt Schäfer, allerdings nur dann, wenn es um eine 18-Jahres-Lösung für alle geht. Bislang können die Schwarzbauer einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit dem Landratsamt abschließen, der ihnen eine zehnjährige Restnutzung ihrer Wochenendhäuschen bzw. eine 15-jährige Frist für ihre Wohnhäuser garantiert. Rund 50 solcher Verträge wurden bislang abgeschlossen. Diese Fristen, so hatte Fleschhut angedeutet, wäre er höchstens bereit um je zwei Jahre zu verlängern. „Wir benötigen neben Ihrer juristischen Kompetenz für einer außergerichtliche Lösung Ihre menschliche Bereitschaft“, appellieren Schäfer und Co. Sie machen aber klar, dass nur 18 Jahre – egal ob Wochenend- oder Wohnhaus – für sie in Frage kommen. „Das Problem Wasenmoos wird sich jedoch ohne einen solchen vernünftigen Kompromissvorschlag von Ihrer Seite nicht ohne weitere gerichtliche Auseinandersetzung beheben lassen“, so Schäfer. Aus juristischer und sozialer Sicht spreche vieles für längere Nutzungszeiten, hätten doch der Stadtrat und der Petitionsausschuss des Landtages sich für eine 20-jährige Frist ausgesprochen. „Es liegt nun an Ihnen, den Betroffenen die längeren Restnutzungszeiten zuzusprechen und dem Verfahren auf diese friedliche Weise ein Ende zu bereiten“, schließen die Moos-Bewohner ihren Brief.

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