Der Bund Naturschutz Ortsgruppe Füssen ist gegen Kleinkraftwerke

„Mehr Natur in der Stadt“: Das wünscht sich nicht nur Michael Käs. Foto: Berndt

Füssen – Wolfgang Englert regte bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Bundes Naturschutz, Ortsgruppe Füssen an, über eine Resolution abzustimmen. Die sollte klar machen, dass sich die Füssener Umweltschützer gegen den „Neubau von Kleinwasserkraftanlagen in Bayern“ aussprächen.

Denn die Kleinwasserkraftanlagen seien „energetisch ineffizient und zudem umweltschädigend". Kein Wunder, dass Englert sich schließlich freute, dass seine Resolution einstimmig von der Versammlung angenommen wurde, nachdem die rund 30 Besucher im Hotel „Luitpoldpark" zuvor gespannt einem Vortrag der Sprecherin des Arbeitskreises Wasser beim Bund Naturschutz in Bayern, Renate Schwäricke, gelauscht hatten. Die Diplom-Umweltwissenschaftlerin zog nach ihrem Referat über die Frage „Wie grün ist Energie aus Wasserkraft?“ das Fazit, dass „der Ausbau der Kleinwasserkraft für den Klimaschutz absolut unerheblich“ sei. Ebenso stellte auch der erste Vorsitzende der Füssener Ortsgruppe, Michael Käs, klar: „Wir wollen nicht der immer wieder geäußerten Forderung nachkommen, neue Anlagen zu bauen.“ Womit er auf Englerts Vorschlag einging und versprach, den Mitgliedern den endgültigen Reso- lutionsentwurf in nächster Zeit noch schriftlich zukommen zu lassen. In seinem Rechenschaftsbericht ging Käs dann unter anderem auf das „Thema Nationalpark Ammergebirge“ ein. Dessen Einrichtung unterstütze der Bund Naturschutz zwar stark, von Seiten der Gegner blase ihm jedoch „der Wind ganz schön scharf entgegen“, wie er angab. Nachdem die Schatzmeisterin Andrea Helmer in ihrem Kassenbericht für 2012 schon einen Überschuss der finanziellen Einnahmen gegenüber den Ausgaben verkündet hatte, teilte der erste Vorsitzende mit, dass die Haus- und Straßensammlung der Füssener Umweltaktivisten im vergangenen Jahr rund 3700 Euro Einnahmen erbracht habe. Ähnlich erfreut äußerte sich Käs zudem über den „vorbildlichen Ausbau einer Amphibien-Leitanlage am Eschacher Weiher“, wofür er dem Straßenbauamt in Kempten ausdrücklich ein Lob zollte. Als für 2013 „geplante Aktivitäten“ der Sektion Füssen des Bundes Naturschutz hob er beispielsweise der Forderung nach „mehr Natur in der Stadt“ hervor, derzufolge „manche Grünflächen nicht mehr gemäht werden“ sollten. Darüber hinaus kündigte Käs verschiedene Führungen, wie etwa „eine Exkursion am Bannwaldsee“ an. lex

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