Erstmals über vier Millionen Übernachtungen im Ostallgäu

Neue Rekordzahlen

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Das Ostallgäu soll nach dem Willen der Touristiker zur Raddestination werden.

Landkreis/Füssen – Touristen wandern und radeln gern und sie steigen vor Ort verstärkt in den Bus um. Grundbedingungen für diesen Trend im Freizeitverhalten der über vier Millionen angereisten Gäste hat auch 2014 einmal mehr der Tourismusverband Ostallgäu im Verbund mit seinen Partnern geschaffen.

Das wurde vergangene Woche im Füssener Luitpoldpark Hotel deutlich. Künftig soll der Landkreis als Rad-Destination etabliert werden. Mit über vier Millionen haben sich nach Angaben des Verbands so viele Gäste für Übernachtungen im Ostallgäu entschieden wie noch nie zuvor. Mit Blick auf diese und weitere „erfreuliche Zahlen“, die Verbands-Geschäftsführer Robert Frei ausführlich dem Plenum vorstellte, erläuterte und auch kommentierte, mahnte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) an, sich „gemeinsam auch weiterhin den großen Herausforderungen zu stellen“. 

Ein Fachvortrag im Rahmen der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Verbandes machte darüber hinaus deutlich, dass ebenso „freundliche wie kompetente Touristik-Profis gebraucht werden, die Auskunft geben“. Wie Referent Mattias Burzinski unterstrich, zähle – gerade in Internetzeitalter mit seiner Fülle an verfügbaren Infos – das persönliche Gespräch. Seine Ausführungen bezogen sich stark auf das, was Urlaubsgäste heute und sicher auch morgen noch von der Touristikbranche erwarten. 

Mit den drei Themen Natur, Gesundheit und Kultur sind – so die einhellige Meinung im Tourismusverband – Anreize gegeben, das Allgäu zu besuchen. Die Wandertrilogie sei inzwischen als Erfolgsmodell zu bezeichnen. „Jetzt geht es vor allem darum, den Gästen Lust aufs Radln zu machen“, betonte Verbandsgeschäftsführer Robert Frei. 

Zertifizierung 2016 

Das Ziel ist nun, das Ostallgäu als Rad-Destination zu etablieren. Frei kündigte an, dass „im Laufe des Sommers unsere Radwege gründlich geprüft werden“. Dafür zuständig ist der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC). „Mit der Zertifizierung rechnen wir 2016“, so Frei. Er appellierte an die Ostallgäuer Kommunen, dieses Rad-Projekt zu unterstützen. Am Beispiel Pfronten machte der Geschäftsführer außerdem deutlich: die „Königscard“ bringe sowohl den Betrieben als auch den Urlaubern große Vorteile. „Im Vergleich mit den Mitbewerbern stehen die Königscard-Betriebe besser dar“, betonte er. 

Die Gäste buchen laut Frei relativ früh und bleiben vergleichsweise länger. Wichtiger Partner des Tourismusverbands seien die Betriebe, die im Nahverkehr für Mobilität sorgen. Die Verbandsvertreter waren sich außerdem darin einig, dass Öffentlichkeitsarbeit weiter an Bedeutung gewinne. „ Wir werden Geld investieren, um Produkte vorzustellen und zu bewerben“, sagte Frei mit Blick aufs Marketing. 

Kein Grund zum Ausruhen 

Ein Grußwort sprach auch Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Wie Landrätin Maria Rita Zinnecker unterstrich er, dass sich die „für die Region besonders wichtige Branche über die sehr erfolgreiche Entwicklung zwar freuen“, sich aber nicht ausruhen dürfe. Iacob ist „der Tagestourist mit 20 Minuten Neuschwanstein“ weit weniger sympathisch als ein Urlauber, der sich Zeit und Muße nimmt, Stadt und Umland zu erkunden. 

Dem Verband dagegen gelten Tagestouristen und Urlauber, die lediglich bis zu vier Tage buchen, als Gruppe, die Geld in der Region lässt. „Einige, wie festzustellen ist, machen sogar zwei oder drei Mal Kurzurlaub“, so Geschäftsführer Robert Frei.

cf

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