Ziegelbergweg soll saniert werden

"Situation ist verheerend"

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Die Parkplätze im Ziegelbergweg beim Kino sollen erhalten bleiben. Allerdings sollen sie ausgebaut werden.

Viele Schlaglöcher, zu schmal, keine vernünftigen Gehwege: Der Ziegelbergweg gibt derzeit kein gutes Bild ab. Deshalb will ihn die Stadtverwaltung nun grundlegend sanieren und ausbauen.

Die vorläufigen Planungen dafür stellte Tiefbauingenieur Gerald Blumrich am Dienstagabend dem Bauausschuss vor. Das Gremium befürwortete den Einstieg in die Detailplanung einstimmig. 

„Die straßenbauliche Situation ist verheerend – nicht nur bei Regen“, erläuterte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) den Stadträten die Situation vor Ort. Hauptgrund dafür ist, wie er gegenüber dem Kreisboten erklärte, dass der Ziegelbergweg in der Vergangenheit nie wie eine Straße im eigentlichen Sinne aufgebaut wurde. „Das ist kein Aufbau, wie er für eine erschlossene Straße üblich ist“, sagte er. Dementsprechend marode und veraltet sind auch die Leitungen und der Kanal unter dem Asphalt. „Der Kanal entspricht nicht mehr dem Stand von heute“, so der Rathauschef. Im Zuge der Arbeiten soll deshalb auch unterirdisch die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden, kündigte er an. 

Verbessert werden soll im Zuge der Sanierung auch die Parksituation, vor allem auf der Südseite der Straße gegenüber des Kinos. „Die Autos sollen vernünftig dort parken können“, betonte Iacob. „Jeder Parkplatz wird gebraucht“, ergänzte Projektplaner Gerald Blumrich. So sollen die Stellplätze künftig weiter in den Hang integriert werden, um eine Verbreiterung der Straße auf bis zu sechs Meter zu ermöglichen. Der Gehweg auf der Nordseite soll eine Breite von bis zu 2,20 Meter bekommen. 

Geordnete Verhältnisse 

Weiter oben in Richtung Biegung sollen zwei Meter breite und sechs Meter lange Längsparkplätze auf der Südseite und ein zwei Meter breiter Gehweg auf der Nordseite entstehen. „So bekommen wir geordnete Verhältnisse“, sagte Blumrich. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Straße zu verbreitern, um Begegnungsverkehr besser zu ermöglichen. Probleme mit den Anwohnern dürfte es wohl keine geben, weil die Flächen, die für die Erweiterung der Gehwege und Parkplätze erforderlich sind, in städtischem Besitz seien, hieß es am Dienstagabend. 

Nach der Zustimmung durch den Bauausschuss soll nun zunächst in die Detailplanung eingestiegen werden, kündigte Iacob im Ausschuss an. Außerdem sollen die betroffenen Anwohner in einer Informations-veranstaltung über die Sanierungsmaßnahmen detailliert aufgeklärt werden. Wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, ist derzeit aber noch völlig offen. Fest steht aber, dass die Anwohner für den Ausbau anteilig zur Kasse gebeten werden sollen.

Matthias Matz

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