Klinik Füssen: Räte segnen Praxis ab

Kritik an Parkplätzen

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Dieses Schild soll Autofahrer auf die geänderten Parkzeiten hinweisen.

Füssen – In der Füssener Klinik soll die Röntgendiagnostik zu einer Praxis umgebaut werden. Gegen den Antrag hatte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung nichts einzuwenden. In diesem Zusammenhang kamen aber erneut die Parkplätze zur Sprache. Denn hier bestehe Handlungsbedarf, waren sich die Räte einig.

Praxen, Wohnungen und Patientenzimmer: Die Räume im Füssener Krankenhaus werden laut Stadtverwaltung unterschiedlich genutzt. Deshalb müsse die Klinik für alles, was vorhanden ist, einen gesamten Stellplatznachweis vorlegen. „Wir brauchen dringend einen einheitlichen, vernünftigen Stellplatznachweis“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD).

Das dürfte allerdings kein Problem sein, denn der Parkplatz könne jederzeit nach Osten erweitert werden. „Es mangelt nicht an Fläche“, so der Rathauschef. In diesem Zusammenhang regte Ursula Lax (CSU) an, auch über einen öffentlichen Parkplatz in diesem Bereich nachzudenken.

Denn auf dieser Seite der Stadt gebe es so etwas noch nicht. So könnte man Besucher aus Buching oder Trauchgau davon abhalten in den Stau in der Innenstadt zu fahren. Auf die verkürzten Parkzeiten am Klinikum machte dagegen Andreas Eggensberger (CSU) aufmerksam. Als Besucher bekomme man keinen Schein fürs längere Parken, so Eggensberger. Und in 30 Minuten einen Patienten zu besuchen sei nicht möglich.

Tickets für jeden Besucher

Dieser Aussage widerspricht Roswitha Martin-Wiedemann, Pressesprecherin der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, auf Nachfrage des Kreisbote. „Es stimmt nicht, dass Besucher keinen Parkschein erhalten. Jeder, der ein Parkticket für einen Besuch benötigt, erhält auch eins.“ Und das werde „selbstverständlich je nach Dauer des Besuchs so lange ausgestellt, so lange man es auch braucht“, so Martin-Wiedemann.

Wenn man jemanden besuchen wolle, müsse man nur zur Pforte gehen. Dort erhalte man ein Ticket in der Regel für den Rest des Tages. Bei der Ausstellung der Tickets sei man grundsätzlich „sehr kulant“. Der Klinikverbund habe die Parkzeit von 90 auf 30 Minuten verkürzt, damit ausreichend Parkplätze für Personal, Patienten und Besucher zur Verfügung stünden (der Kreisbote berichtete). Davor hätten viele dort geparkt, die nur in die Innenstadt zum Einkaufen wollten. Seit der Umstellung bekämen nun diejenigen Stellplätze, für die sie eigentlich gedacht seien, erklärte die Pressesprecherin.

Nach dem Willen des Bauausschuss soll die Stadtverwaltung dennoch mit der Klinikleitung das Gespräch wegen der Parkplätzen suchen. Sie soll anregen, diesen zu erweitern, gegen Gebühren öffentliche Parkplätze zur Verfügung zu stellen und die Parkzeit von 30 auf 60 Minuten zu erhöhen. Daneben gaben die Stadträte einstimmig grünes Licht für die Umnutzung der Röntgendiagnostik zu Praxisräumen.

Katharina Knoll 

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