Patenschaft besiegelt

Fest abgemacht: Pfrontens Bürgermeister Josef Zeislmeier (links) und Hauptmann Tobias Fürst unterzeichnen die Patenschaftsurkunde. Foto: lex

Fünf Jahre nach Gründung der zweiten Kompanie des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 der Bundeswehr in Füssen fühlte sich Hauptmann Tobias Fürst kürzlich in Pfronten als „Zeuge eines Meilensteins in der Geschichte“ dieses Truppenverbandes, als die Ostallgäuer Gemeinde und die zweite Kompanie auf dem Leonhardsplatz offiziell eine gegenseitige Patenschaft begründeten. Bevor Pfrontens Bürgermeister Josef Zeislmeier sowie Fürst in Anwesenheit mehrerer Fahnenabordnungen Pfrontener Vereine, einer Delegation von Soldaten und zahlreicher Bürger die Patenschaftsurkunden unterzeichneten, betonte der Bürgermeister: „Wir zollen Ihnen Respekt und Wertschätzung“.

Das hörte wohl nicht nur Fürst gern, der allerdings deutlich seinen „Stolz, dass das schöne Pfronten nun Patengemeinde für die zweite Kompanie ist“, zum Ausdruck brachte. Und während er in seiner Rede bei dem von der Harmoniemusik Pfronten klingend untermalten Festakt zudem klarstellte, dass „die Integration der Streitkräfte in die zivile deutsche Gesellschaft aktueller denn je“ sei, unterstrich er, dass die Patenschaft ein starkes „Zeichen der Solidarität“ darstelle. So bleibe auch „Ihre Bundeswehr weiter fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft“, und die Patengemeinde werde „immer mehr zu einer festen Heimat für die Soldaten“, die unter anderem in Krisengebieten wie Afghanistan ihren Dienst tun, der häufig „eine extreme Belastung“ für die Mitglieder der Truppe bedeute. Pfronten kann laut Fürst schließlich seinerseits „stolz darauf sein, diese Kompanie nun als seine Kompanie bezeichnen zu dürfen.“ Das sah Zeislmeier im Großen und Ganzen ähnlich. Infolgedessen machte er deutlich, dass „ solche Patenschaften die Integration und Einheit der Bundeswehr und Gemeinden“ stärke. Darüber hinaus trage eine derartige Patenschaft „zum Verständnis von Pfrontener Bürgern und der Bundeswehr bei“, die einen „wertvollen Beitrag zu Frieden und Freiheit in der Welt“ leiste und damit die „Werte der demokratischen Grundordnung“ der Bundesrepublik unterstreiche. Das bringt wohl auch der Text der Patenschaftsurkunde recht klar zum Ausdruck. Lautet dieser doch: „Vornehmste Pflicht unserer Patenschaft ist die Pflege und Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen sowie die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Soldaten der 2. Kompanie und den Bürgern der Gemeinde Pfronten. Beide Seiten verpflichten sich, diese Patenschaft aktiv zu gestalten und mit Leben zu erfüllen.“

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