Interimsbettenhaus am Klinikum wird eingeweiht

"Fast wie im Hotel"

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Chefarzt-Visite in nagelneuen Zimmern der Station „Innere“ im Krankenhaus Füssen: Von Manfred Brinkämer möchte Dr. Martin Hinterseer wissen, ob es ihm nach dem am Morgen erfolgten Eingriff schon besser gehe.

Füssen – Im Rahmen der feierlichen Einweihung des Interimsbettenhauses am Füssener Krankenhaus sind am Montag 26 Zimmer für die Patienten auf zwei Ebenen offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden.

Dr. Philipp Ostwald, Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, freute sich, dass das „Bekenntnis zur Modernisierung“ dank einer großen Investitionssumme abgelegt werden konnte. Ostwald zufolge sei nicht nur „unsere bauliche Sanierung auf einem guten Weg“. Er betonte gegenüber den zahlreichen Gästen der Feierstunde: „Auch wirtschaftlich zeichne sich insgesamt eine gesunde Entwicklung ab“.

 Was sich vor Ort alles geändert hat, konnte der Kreisbote beim Rundgang auf der Station „Innere“ mit Dr. Martin Hinterseer erfahren. Dabei bestätigten Patienten auf Nachfrage, dass es im Krankenhaus Füssen „jetzt endlich Zimmer mit einer besonderen Wohlfühlatmosphäre“ gibt. Es sei „eine Steigerung um 80 Prozent eingetreten”, so Manfred Brinkämer. Wie der 76-jährige Herzpatient aus Buching erzählt, hätte es vor zirka fünf Jahren, „als ich hier schon einmal auf der Station in Behandlung war, noch ganz anders ausgesehen“. Heute fühlt sich auch sein Zimmergenosse „fast schon wie im Hotel“.

Den 52-Jährigen aus Tirol hat der Hubschrauber aus Imst ins Herzzentrum Füssen-Außerfern transportiert, „wo die Fachärzte schon bereit standen, um mir nach meinem Herzinfarkt zu helfen. Ich werde später daheim und auch den Kollegen bei der Arbeit erzählen, dass ich Füssen als zwei Mal geradezu perfekt erleben konnte: sowohl medizinisch als auch, was das neue Zimmer betrifft.“

Mehr Qualität 

Nach der „lebensrettenden Behandlung“ war er zunächst in einem der Krankenhauszimmer untergebracht, die bekanntermaßen noch den Charme der 70er Jahre haben. „Ich wurde ins Untergeschoss verlegt“, berichtet er. „Das ist eine Qualitätssteigerung um 100 Prozent.“ Er lobt die „barrierefreie moderne Nasszelle als vorbildlich“, ebenso die „Schrankeinteilung“ sowie das Zimmerlicht, das „wir regulieren können“.

 Das alles sei angenehm, pflichtet ihm sein Bettnachbar bei. Manfred Brinkämer wäre, wie er betont, „überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass wir auf einer Station liegen, die in der Modulbauweise entstanden ist“. Diese Qualität kostet Geld. Vorstand Ostwald sprach deshalb den Trägern seinen Dank aus: diese machten die 4,5 Millionen-Euro-Maßnahme für Füssen möglich. Wer vom Lech zum Krankenhaus geht, sieht einen Bau, der 40 Meter lang ist.

Die Breite wurde bei der offiziellen Einweihung mit 17,5 Meter angegeben. „70 Patienten kann hier die Hotelkomponente zugute kommen – zusätzlich zur Versorgung durch das ärztliche Team mit Spezialisten aus den Gebieten Kardiologie und Erkrankungen im Bereich von Magen und Darm“, erläuterte Dr. Martin Hinterseer von der Inneren Abteilung beim Besuch unserer Zeitung. „Wir freuen uns mit den Patienten, dass es von ihrem Zimmer aus einen schönen Blick auf den Lech gibt.“

Chris Friedrich

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