Penthouse mit Schlossblick?

Ob ein modernes Geschäftshaus mit „Penthouse“-Etage in die Kemptener Straße passt, die ja auch den Blick auf das Hohe Schloss gewährt? Foto: Schuster

Das „Kö“ ist eine Sport- und keine Vergnügungsstätte, da war sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einig. Bei der Frage einer neuen Zufahrt zum Parkplatz davor und eines geplanten Geschäftshauses daneben gab es jedoch mehr Kritik.

So genannte Vergnügungsstätten sind laut Bebauungsplan am Kobelhang nicht erlaubt – und ist der Billardsalon in der Kemptener Straße nicht eine solche? Das wollten die Vertreter des Landratsamts genau wissen. Wie jedoch Bauamtschef Armin Angeringer und auch der Bauausschuss einhellig feststellten, dient der Salon vorwiegend einer sportlichen Nutzung. Der Passus, der Vergnügungsstätten verbietet, diene dem Zweck, etwa Spielhallen aus dem überplanten Gebiet fernzuhalten. Angeringer stellte aber auch Pläne für eine neue Zufahrt zu dem Parkplatz des „Kö“ vor, und hier gab es Widerstand. Denn die Autos müssten den Fahrradweg überqueren. Dr. Martin Metzger (BFF), Ilona Deckwerth und Uli Pickl (Beide SPD) stimmten gegen die Einfahrt, auch wenn die nun deutlich markiert werden soll. Kritik gab es auch am Entwurf eines Geschäftshauses, das neben der Billard- und Tennishalle in Richtung Innenstadt entstehen soll. Wo heute noch Gebrauchtwagen parken soll demnach ein vergleichsweise moderner Bau mit Penthouse-Etage gebaut werden. Sein äußeres bestimmen Reihen von rechteckigen Fenstern. Was Angeringer als „stark strukturierte Fassade“ bezeichnete, hieß bei Stadtrat Magnus Peresson (UBL) „eine Wiederholung immer gleicher Elemente“. Das passe nicht zu Füssen, denn schließlich liege das Gebäude in Blickrichtung des hohen Schlosses. Peresson forderte „etwas mehr Sensibilität“. Eine „Vergroßstädterung“ befürchtete auch Martin Lochbihler (CSU). Der Ausschuss beschloss mehrheitlich, dass die Verwaltung noch einmal mit dem Bauwerber über den Entwurf sprechen soll.

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