Pferde im Nebel

Pfarrer Markus Dörre segnet hoch zu Ross die über 200 Pferde und Reiter, die anlässlich des Colomansfestes zum Umritt gekommen waren. Foto: gau

Dem nebeligen Wetter zum Trotz haben am Sonntag viele 100 Besucher das Colomansfest in Schwangau besucht. Erstmals nahm in diesem Jahr der neue Schwangauer Pfarrer Markus Dörre hoch zu Ross die Segnung der Tiere vor.

Alljährlich am zweiten Sonntag im Oktober feiern die Schwangauer den Schutzpatron des Viehs, den irischen Missionar Coloman. Der hatte die Schwangauer einst missioniert und war dann in Österreich zu Tode gekommen. Seeitdem sagt man vor allem der Quelle an der Colomankirche in Schwangau besondere Kräfte nach. Zum Fest versammeln sich Reiter mit ihren Tieren aus dem ganzen Landkreis und den angrenzenden Landkreisen vor dem Rathaus und ziehen dann gemeinsam zur Pest- und Wallfahrtskirche St. Coloman im Feld vor den Toren Schwangaus. Heuer marschierte unter anderem die Weißenseer Musikkapelle im Zug der 226 Tiere mit. Als Ehrengäste begrüßte Bürgermeister Reinhold Sontheimer den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke sowie die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer (beide CSU). Gemeimsam folgten sie der Predigt Dörres, der an die Geschichte des Namenspatrons erinnerte und zu Toleranz aufrief. Coloman war als ein „Fremder“ und möglicher Spion getötet worden. Im Anschluss bestieg Dörre einen der Rappen der Colomansreiter und segnete hoch zu Ross Tiere und Reiter. Aus Anlass der Pferdesegnung gab es an der Kirche einen kleinen Markt, immerhin erhielt die Gemeinde seinerzeit das Marktrecht. Einige Tausend Zuschauer drängten sich an den Absperrungen um der Zeremonie zu folgen.

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