Pfronten setzt auf Gesundheit

Tourismusdirektor Jan Schubert (rechts) und Christa Fredlmeier präsentierten neue Projekte für 2012. Foto: Knoll

Pfronten soll heilklimatischer Kurort werden. Diesen Plan stellte Tourismusdirektor Jan Schubert am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Vermieterversammlung im Pfarrheim St. Nikolaus vor. Damit will die 13-Dörfer-Gemeinde ihr touristisches Angebot im Bereich „Gesundheit“ erweitern. Außerdem präsentierte Christa Fredlmeier von der Allgäu GmbH die Allgäuer Wandertrilogie und Katinka Rittig von Pfronten Tourismus gab den Vermietern Anregungen, wie sie ihr Online-Marketing zu verbessern können.

Einen Rückgang von circa 6000 Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Pfronten Tourismus dieses Jahr. Das liege laut Schubert vor allem an den circa 10.000 weniger Klinikaufenthalten. Es seien trotzdem rund fünf Prozent mehr Gäste nach Pfronten gekommen. Nach Angaben von Schubert müsse Pfronten in Zukunft den Touristen einen Mehrwert anbieten, um sie in die ländliche Region zu locken. Das heißt, dass man weiterhin an den Geschäftsfeldern Wandern, Radfahren, Gesundheit und Winter festhalten wird. Dabei soll die Gemeinde in den nächsten Jahren zum heilklimatischen Kurort werden, der beispielsweise ein individuell von Ärzten zusammengestelltes Sportprogramm anbietet, um die Gesundheit zu stärken. Auch sollen 2012 die Radfernwege mit einem Zertifikat versehen und das Erlebnisraumdesign Ostallgäu, das die örtlichen Highlights vermarktet, konzipiert und umgesetzt werden. Eine gute Werbung für Pfronten sei in diesem Jahr neben anderen Veranstaltungen vor allem das Mountainbikerennen „Trans Germany“ gewesen, das halt in Pfronten gemacht hat. Auch im nächsten Jahr wird Pfronten wieder Etappenort sein und zudem im Februar die German Skicross-Tour zu Gast haben. Einige Verbesserungen gebe es auch bei der KönigsCard. So können die Gäste der Mitgliedsbetriebe täglich drei Stunden umsonst Ski fahren, wenn sie mindestens zwei Nächte bleiben. Während 2009 nur 22 Betriebe daran teilgenommen haben, sind es nun 44 und „es kommen fast jeden Tag neue Betriebe hinzu“ meinte Schubert. Außerdem hat Pfronten Tourismus sein Logo modernisiert und will nächstes Jahr auch das Urlaubsjournal erneuern. Das „Leuchtturmprogramm“ Allgäuer Wandertrilogie stellte Christa Fredlmeier anschließend vor. Das Projekt soll das gesamte Allgäu umfassen und nicht nur Wanderwege in verschiedenen Landschaften und Schwierigkeitsgraden beinhalten, sondern auch Touristen die Allgäuer Kultur nahe bringen. Pfronten ist ebenfalls Teil dieses Projekts. Verbesserungen im Online-Marketing präsentierte daraufhin Katinka Rittig. So wird Pfronten Tourismus eine neue Website erstellen, die dem Gast die Suche nach passenden Unterkünften erleichtern soll. Auf den ersten Blick sollen dann Preise, Bilder, Bewertungen und Belegungsinformationen sichtbar sein, so dass der Urlauber weniger Klicks benötigt. Zudem erklärte Rittig wie die Vermieter digitale Informationen und Videos über Pfronten auf ihre Website integrieren können. Außerdem wird es 2012 wieder Rad-Gastgeber-Kooperationen geben und Ähnliches ist zukünftig auch für die Gesundheits- und Wander-Gastgeber geplant.

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