In Pfronten rasen Hornschlitten ins Tal

Hinter diesen beiden düsteren Gestalten verbergen sich die Pfarrer Bernd Leumann (links) und Andreas Waßmer. Foto: Lang

Pfronten – Wie immer kamen viele Zuschauer am Faschings-Samstag zum traditionellen Schalenggen-Rennen in Pfronten-Kappel. Zum 29. Mal ausgetragen, war es wieder „a Ries’n-Gaudi“.

Den ersten Renn-Schalenggen steuerten beide Pfrontener Pfarrer, Andreas Waßmer und Bernd Leumann sicher ins Ziel. Humorvoll standen sie im Anschluss Rede und Antwort über die Talfahrt. Gleich drei anwesenden Fernsehteams rissen sich danach um ein Interview. „Bernd, was willst du im Vatikan?! Du solltest besser hier in Pfronten bleiben, da wirst Du weltweit gesendet,“ riet deshalb humorig Reinhard Gschwend über Lautsprecher, dessen muntere Sprüche jedes Schlitten-Team begleitete. Nach den ersten 80 Renn-Schalenggen, die ohne Verletzungen im Ziel angekommen waren, blickten alle Zuschauer gespannt auf den ersten „Originaler“, der vom Zweiten Bürgermeister, Philipp Trenkle, gesteuert wurde, und auf dem die neue Erste Bürgermeisterin, Michaela Waldmann, sich lachend auf einem Heuballen festhielt. Insgesamt stürzten sich 200 Männer und Frauen die 1000 Meter lange Renn-Strecke des ältesten und größten Hornschlitten-Rennens im Allgäu hinab. Es ist die historische Strecke, die früher schon von den Bauern im Winter bis zu viermal täglich benutzt wurde, um Heu und Brennholz von den Almen und Berghütten mit ihren Hornschlitten „hoim“ zu bringen. Manch ein Schlitten und mancher Knochen sind dabei auf der Strecke geblieben. Umso erfreulicher, dass beim diesjährigen Rennen nichts zu Bruch gegangen ist, vermeldet der „Schalengger e.V.“ , der dieses Rennen Jahr für Jahr organisiert. Er will damit daran erinnern, wie hart die Menschen früher arbeiten mussten. jl

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