B309-Umfahrung von Pfronten-Kappel ist endlich fertig

Der Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten, Bruno Fischle (v.r.), Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Bauleiter Heinz Heer und Bürgermeister Josef Zeislmeier (links, abgewandt) sowie weitere Verantwortliche öffnen die Umgehung für den Verkehr.F: Knoll

Pfronten – Sechs Jahre hat es gedauert bis Pfronten-Kappel eine Umgehungsstraße bekommen hat, die zur „absoluten Verkehrsberuhigung“ in dem Ort führen soll. Das rund sieben Millionen Euro teure Projekt hat Bürgermeister Josef Zeislmeier am Donnerstag eröffnet.

Die Probleme hören bei einem Bau nicht mit dem Spatenstich auf, meinte der Rathauschef. So auch nicht bei der Umfahrungsstraße. Man habe völlig unkonventionell zuerst gebaut, dann geplant und sich anschließend über das Baurecht informiert, meinte Fischle. Dass sich das ganze Projekt so lange hinzog, hatte mehrere Gründe. Der Baugrund war so schlecht, dass man erst einmal ein Jahr aufschütten musste. Außerdem musste man sich bei den Bauarbeiten eng mit der Bahn abstimmen, deren Gleise durch das Gebiet verlaufen, und das Baurecht war „nicht so klar, wie vermutet“, erklärte Fischle. Zudem gab es Rahmenbrüche an der Brückenkonstruktion und die Grundstücksverhandlungen waren „wie Gefangenenbefreiungen der Kappeler Bürgerinnen und Bürger mit Lösegeldzahlungen“, so der Rathauschef. Jetzt aber habe man es geschafft. Um einen „optimalen Lärmschutz“ zu schaffen, haben die Kappeler entlang der Umfahrung, wie gefordert einen fünf Meter hohen, anstatt des üblichen dreieinhalb Meter hohen, Wall bekommen. Zudem habe man die fünf unbeschrankten Bahnübergänge durch zwei Bahnunterführungen ersetzt. Die Kosten von 2,5 Millionen Euro dafür haben sich der Bund, die Deutsche Bahn und die Gemeinde Pfronten geteilt. Insgesamt hat die Gemeinde laut Kämmerin Brigitte Antretter nach Abzug der Zuwendungen etwa 2,4 Millionen Euro für die Umfahrung ausgegeben. Damit die Verkehrsteilnehmer sicher über die neue Straße gelangen, sprachen abschließend der katholische Pfarrer Bernd Leumann und sein evangelischer Kollege, Christian Pischetsrieder, ihren Segen aus. Hier schloss sich auch der Nikolaus an, der sich extra mit seinen zwei Engeln, auf dem Weg zur Eröffnungsfeier gemacht hatte. Anschließend weihten alle Versammelten die neue Straße ein, indem sie mit ihren Autos über die Umfahrung zum Umtrunk mit Brotzeit in den Gasthaus Engel fuhren. kk

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