Neue Parkplätze im Freybergpark verärgern die Nachbarn

Unklare Verhältnisse

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Seit Kurzem ist die Fläche hinter dem Luitpoldparkhotel befestigt. Doch offenbar wird der Parkplatz nicht nur von Anwohnern genutzt.

Füssen – „Das stinkt zum Himmel!“ Hartmut Heinz, Direktor des Luitpoldparkhotels, ist sauer. Denn seit vor einigen Wochen vor dem Haus Bahnhofstraße 5 und damit unmittelbar hinter dem Biergarten seines Luitpoldparkhotels plötzlich ein knappes Dutzend Parkplätze auf der grünen Wiese entstanden, gibt es im Freybergpark eine Art Durchgangsverkehr.

Die Polizei hält sich zurück, da sie keine Handhabe sieht. Diese liege bei der Stadtverwaltung und dem Verkehrsamt. Doch dort ist man noch am Prüfen, wie Bauamtsleiter Armin Angeringer unlängst auf Anfrage des Kreisbote erläuterte.

Denn zum einen ist die neuerdings befestigte Parkfläche vor dem Haus Bahnhofstraße 5 – dort sind insgesamt 19 Wohneinheiten gemeldet – möglicherweise zu groß gebaut worden, sodass sie die städtischen Grünflächen im dort geltenden Bebauungsplan W43 beeinträchtigen. Außerdem hätten die Arbeiten dann im Vorfeld beantragt und genehmigt werden müssen. Das müsse vor Ort überprüft werden, erklärte Angeringer.

Zum anderen muss sichergestellt sein, dass die Feuerwehr den dortigen asphaltierten Fußweg trotz der Parkplätze benutzen kann, wofür eine Breite von mindestens drei Metern gegeben sein müsse. Denn der Weg ist quasi eine Art Fortsetzung der Einfahrt zur Tiefgarage des Hotels „Luitpoldpark“. Und das führt zum dritten Problem: Eigentlich ist der asphaltierte Weg als reiner Fußgängerweg ausgewiesen und darf demnach gar nicht von Autos befahren werden.

Laut Hartmut Heinz benutzen aber häufig Autos den Weg oder fahren über die Tiefgarageneinfahrt ganz gezielt die neuen Parkplätze vor dem Haus Bahnhofstraße 5 an, um dann später hinter seiner anderen Tiefgarageneinfahrt in die Bahnhofstraße einzufahren. Dabei sei es neulich beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Kind gekommen, berichtet er.

"So nicht in Ordnung"

Falls sich die Situation tatsächlich so darstellen sollte, sei das „so nicht in Ordnung“, sagte dazu Bauamtsleiter Angeringer. Allerdings handle es sich dabei um keine Angelegenheit des Baurechts. Dass die Parkplätze befestigt worden sind, erachte er dagegen grundsätzlich für in Ordnung. „Diese Beparkung hat es faktisch immer schon gegeben.“

Um vor der Bahnhofstraße 5 aber „wildes“ Parken und einen kaputten Rasen zu vermeiden, habe der Eigentümer des Hauses den Wunsch geäußert, die Parkfläche befestigen zu lassen.

Bei der Füssener Polizei ist man auf die Situation ebenfalls aufmerksam geworden und beobachtet. „Das berührt uns nicht wesentlich. Denn für die Parkraumüberwachung ist die Stadt zuständig“, sagte der stellvertretende Inspektionsleiter Helmut Maucher gegenüber dem Kreisbote. „Wir halten uns da bedeckt.“ Erst, wenn Falschparker den fließenden Verkehr beeinträchtigen, trete die Polizei auf den Plan, erläuterte er. Bis dahin sei die Angelegenheit Sache der Stadt. „Im Endeffekt liegt der Schwarze Peter bei der Stadt“, so Maucher.

Gespräche geplant Sowohl der stellvertretende Inspektionschef als auch Bauamtsleiter Angeringer bestätigten gegenüber unserer Zeitung, dass Gespräche über die Situation vor dem Haus Bahnhofstraße 5 geplant seien. „Wir wollen mit unseren Partnern in der Stadtverwaltung für klare Verhältnisse sorgen“, so Maucher.

Matthias Matz

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