Alle drei Fahrer eines Taubentransports im Konflikt mit dem Gesetz

Bizarre Posse

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Ein Tansport mit Zuchttauben – wie diese auf dem Foto ­– musste jetzt auf dem Weg nach Holland eine längere Zwangspause in Füssen einlegen.

Füssen – Einen langen Zwischenstopp in Füssen mussten am Dienstag 80 Tauben auf ihrem Weg nach Holland einlegen. Denn ihr Chauffeur, ein Tunesier, hatte laut Polizei keinen gültigen Führerschein.

Auch der zweite Chauffeur, der extra angereist war, durfte nicht weiterfahren – weil seine Fahr-erlaubnis wohl gefälscht war. Beim dritten Chauffeur, gab es zwar keine Probleme mit dem Führerschein, dafür aber mit einem Haftbefehl. In den frühen Morgenstunden kontrollierten Beamten der Pfrontener Schleierfahndung einen Ford mit italienischer Zulassung bei der Einreise nach Deutschland. 

Der Fahrer, ein 49-jähriger Tunesier mit Wohnsitz in Italien, legte einen ungültigen italienischen Führerschein vor, weswegen ihm die Beamten die Weiterfahrt untersagten und ein Strafverfahren einleiteten. 

Das Auto brachten die Beamten zur Füssener Polizeidienststelle, wo der Tunesier mit seiner ungewöhnlichen Ladung, rund 80 Tauben in speziellen Transportkisten, auf einen Ersatzfahrer warten musste. Dieser traf abends schließlich ein. Der 39-jährige Libyer, der auf Malta lebt, musste vor der Weiterfahrt des Tiertransportes aber seinen Führerschein den Beamten vorzeigen. Die stellten fest, dass der Führerschein mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht war. Somit saßen die Tauben weiterhin fest. 

Außerdem musste der Libyer seinen Führerschein abgeben und wurde angezeigt. Der 39-Jährige war aber nicht alleine angereist, sondern hatte einen 42-jährigen Holländer mitgebracht. Da er einen gültigen Führerschein vorlegen konnte, durfte er die Tauben mitsamt dem Tunesier und dem Libyer nach Holland fahren. Doch die Freude darüber währte nur kurz. Denn als die Beamten den 42-Jährigen näher überprüften, stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Erfurt besteht. 

Der wurde 2010 wegen unerlaubten Besitzes besonders geschützter Vögel ausgestellt. Der Verhaftung konnte der Mann allerdings entgehen, da er die Geldstrafe von knapp 2500 Euro bezahlen konnte. Somit durfte sich das Gespann am späten Abend in Richtung Holland aufmachen.

Katharina Knoll

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