Widerstand gegen Bebauung unterhalb des Franziskanerklosters wächst

Bürgerbegehren gestartet

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Den Blick auf das Hohe Schloss und die Altstadtdächer will Jürgen Brecht mit Hilfe eines Bürgerbegehrens erhalten. 

Füssen – Der Widerstand gegen die geplante Bebauung unterhalb des Franziskanerklosters wächst: Jürgen Brecht hat jetzt ein Bürgerbegehren initiiert. Damit soll verhindert werden, dass die Bebauung höher wird als der Platz vor dem Franziskanerkloster, der auf 801,32 Meter über Normal Null liegt.

Erst einem Bürger ist es aufgefallen: Er hat ausgerechnet, dass laut Satzung die maximale Höhe des umstrittenen Hauses D bei 1,88 Meter über dem Franziskanerplatz liegen darf und nicht 1,48 Meter, wie in den Plänen dargestellt. Das veranlasste die Stadtverwaltung dazu nachzurechnen und die Stadträte Lothar Schaffrath (SPD) und Michael Jakob (CSU) einen Antrag zu verfassen, über den der Bauausschuss in seiner Oktobersitzung abstimmen soll. Damit wollen sie die maximale Firsthöhe der Bebauung von 803,35 Meter üNN auf 801 bis 801,5 üNN reduzieren (der Kreisbote berichtete). Den Antrag unterstützen jetzt auch Initiator Brecht und Richard Wismath mit ihrer Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren. „Wissen wir, welche Dinge in dem Plan noch ,übersehen´wurden und erst erschreckend erkennbar sein könnten, wenn die Neubauten fertig sind?”, heißt es darin. 

Um den Blick auf das Hohe Schloss und die Altstadtdächer zu erhalten, sollte am besten das ganze Vorhaben verhindert werden, meinen sie weiter. Da das nicht geht, soll sich die maximale Firsthöhe am Franziskanerplatz orientieren. „Ich denke das wollen sehr viele Bürger”, erklärte Brecht dem Kreisboten. Das sei „eine ganz gravierende Verbesserung für dieses Ensemble gegenüber den jetzigen Plänen.” 

Laut Brecht brauche man für die nächste Stufe, den Bürgerentscheid, ca. 1150 Unterschriften im Bürgerbegehren. Das ging bereits in Druck und soll Mitte kommender Woche in Füssen verteilt werden. Dann können alle EU-Bürger über 18 Jahren, deren Hauptwohnsitz in Füssen liegt, ihre Unterschrift abgeben. Katharina Knoll

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