An 23 Hotspots im Ostallgäu gibt es jetzt eine Stunde kostenloses WLAN

Startschuss für WLAN-Projekt fällt

+
Philipp Hoffmann, Produktmanager Online Marketing bei Füssen Tourismus und Marketing (v.l.), Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke, Jörg Neumann, IT-Verantwortlicher bei der Gemeinde Pfronten, Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker, Andreas Veit, IT-Verantwortlicher der Gemeinde Schwangau, Robert Frei, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostallgäu, und Karsten Micke, Key Account Manager bei Hotsplots, beim Start des Projekts „free-allgäu/WLAN im Schlosspark”.

Pfronten – Mal schnell mit dem Smartphone ein „Selfie“ vor Neuschwanstein knipsen und nach Hause nach Shanghai schicken – für viele Touristen sind kostenlose WLAN- Hotspots mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.

Und hier zieht jetzt auch das Ostallgäu nach. Seit Dienstag stehen an 23 Standorten in Pfronten, Füssen, Schwangau, Hopferau, Rieden, Roßhaupten und Lechbruck für jeden eine Stunde kostenloses WLAN zur Verfügung, wie Ostallgäus Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) zusammen mit lokalen Touristikern jetzt bekannt gab. 

Beschäftigt hat das Thema Füssen Tourismus und Marketing (FTM) schon lange, erklärte Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier. Doch so einfach, wie viele denken, war die Umsetzung nicht. Denn vor allem das Risiko durch illegale Downloads machte den Touristikern Sorgen. Denn grundsätzlich gilt: Wer einen Internetzugang zur Verfügung stellt, kann für Aktionen, die darüber erfolgen, haftbar gemacht werden. Und das kann teuer werden. 

Doch hier kommt die Firma „Hotsplots“ ins Spiel. Wer über die Firma Hotspots anbietet, überträgt die rechtliche Haftung auf das Unternehmen. Dabei könne man auch nicht auf den jeweiligen Gastgeber, der einen Hotspot anbietet, schließen, erklärte Karsten Micke, Key-Account-Manager bei Hotsplots. Mit dieser Lösung haben die Füssener und Pfrontener Touristiker das Projekt „free-allgäu/WLAN im Schlosspark“ mit Unterstützung des Landratsamtes Ostallgäu angeschoben.

So können sich ab heute Touristen beispielsweise im Pfrontener Alpenbad ins WLAN einloggen. Dafür müssen sie nur auf der Startseite die Nummer ihre Gästekarte eingeben. Mit der können sie sieben Tage an Hotspots in der gesamten Schlosspark-Region surfen, bevor sie sich neu einloggen müssen. Damit soll auch die Region Ostallgäu touristisch noch enger zusammenwachsen, meinte Robert Frei, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostallgäu. 

Aber auch Einheimische können das WLAN eine Stunde kostenlos nutzen. Dafür müssen sie nur den Nutzungsbedingungen zustimmen. Wer länger surfen will, kann sich online 24-stündiges WLAN für drei Euro kaufen. Für Restaurants oder beispielsweise Büchereien gibt es aber noch eine dritte Möglichkeit. 

Die Betreiber können Karten mit den Zugangsdaten an ihre Kunden kostenlos herausgeben oder auch verkaufen. Dabei können sie entscheiden, wie lange ihre Gäste auf das WLAN zugreifen können, ob drei Stunden oder 365 Tage im Jahr, erklärte Karsten Micke. 

Ansprechpartner vor Ort 

Neben den Gemeinden in der Region Schlosspark, können beispielsweise auch Hoteliers, Restaurantbesitzer, Ski-betriebe von den „Sonderkonditionen“ profitieren, die der Landkreis mit der Firma ausgehandelt hat, so Micke. Vor Ort ist die Firma „pcXpert“ aus Rieden Ansprechpartner für die technischen Details. Ziel sei es ein flächendeckendes WLAN-Netz im Ostallgäu zu schaffen, in dem sich jeder Gast an jedem Ort mit einem Hotspot verbinden kann, sagte Frei. 

Neben der Erweiterung des touristischen Angebots ergeben sich dadurch auch neue Marketinginstrumente. Denn die Startseite können die Betreiber selbst gestalten und dabei auch bestimmen, auf welche Seiten der Gast immer zugreifen kann, auch ohne sich dafür extra einloggen zu müssen. „Wir sind nicht die Schnellsten“ mit diesem Angebot, gibt Fredlmeier zu. Keiner werde dafür extra in die Schlosspark-Region kommen, aber „connected zu sein wird selbst-verständlich“.

Dieser „kerntouristischer Serviceaspekt“ erwarten die Gäste, so Fredlmeier. Und hier sei man jetzt „einen großen Schritt vorangekommen“, sagte Pfrontens Tourismusdirektor Jan Schubert.

Katharina Knoll

Meistgelesene Artikel

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

"Ein Segen für unser Land"

Füssen – Gegen persönlichen Egoismus und zunehmende Respektlosigkeit setzen die „Blaulichtorganisationen“ in Füssen und im Umland weiterhin ein …
"Ein Segen für unser Land"

Kommentare