Der Baumkronenweg feiert Richtfest

WEZ-Trägervereinskopf Walter Ganseneder (v.r.), Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl und Gerhard Limmer vom Forstamt begutachten zusammen mit Besuchern die Fortschritte beim Baumkronenweg. Foto: cf

Füssen – Einen Riesenschritt für das 1,2 Millionen-Euro-Projekt „Baumkronenweg“ des Walderlebniszentrums (WEZ) Füssen-Ziegelwies erlebten die Gäste am Valentinstag. Das Richtfest fand in über zehn Metern auf einer Plattform statt – für einige Besucher, die sich auf die mobile Hebebühne trauten.

Alle anderen waren bei der sich anschließenden gemütlichen Feierstunde im WEZ dabei, nachdem sie sich draußen umgeschaut hatten. „Die tragende Konstruktion ist fertig“, erklärte Johannes Duscheck. Mit seinem auf Holzbau spezialisierten Büro aus Eichgraben in Niederösterreich hatte Walter Ganseneder, der Vorsitzende des Trägervereins Ostallgäu-Außerfern, wie auch mit Schreiner Engelbert Mayer aus Seeg und dem Elektrizitätswerk Reutte (EWR) tatkräftige Partner gefunden. „Wir müssen den offiziellen Eröffnungstermin kaum verschieben. Im Juni wird gefeiert“, so Ganseneder gegenüber dem Kreisbote. „Die Besucherzahlen des WEZ sind im Steigen begriffen. Deshalb entstand die Idee des länderübergreifenden 423 Meter langen Baumkronenwegs, der jetzt Schritt für Schritt imposante Gestalt annimmt.“ Wie Schreiner Mayer ergänzt, greife hier ein Rädchen ins andere. „Wir stellen vor Ort die 100 Geh-Bahnen aus Lärchenholz her. Dafür sind vier Mann im Einsatz.“ Auf den Geh-Bahnen gelangt der Besucher in luftiger Höhe von einer Plattform zur nächsten. „Wir arbeiten auch bei dieser Kälte ohne Handschuhe. Damit jeder Griff wirklich auch sitzt“ , fügt der Schreiner hinzu. Jede Geh-Bahn sei vier Meter lang und zwei Meter breit. „Alles ist aus Lärche“, betont Mayer vor den Gästen des Richtfests, die sich in sein Zelt „verirrt“ hatten, den Aspekt der „Nachhaltigkeit“. Die einzelnen tonnenschweren Teile sollen termingerecht fertig werden, damit sich an den „präzisen Schreinerarbeiten die Montage anschließen kann.“ Im Zelt wird daher fleißig gehobelt und geriffelt. Draußen zwischen den ab zwölf bis zu 21 Meter in die Höhe ragenden Plattformen standen Mitarbeiter des verantwortlichen Büros Duscheck & Duscheck für Fragen zur Verfügung. Die Stützen, so war hier zum Beispiel zu erfahren, haben eine Verkleidung durch Wetterschutzplatten. Die Ehrengäste des Richtfestes – darunter Füssens zweite Bürgermeisterin Ursula Lax – waren selbst dabei oder schauten immer wieder hinauf, als Ingenieur Johannes Duscheck das Bäumchen befestigte. Ein solcher symbolischer Akt darf weder im Allgäu noch in Tirol bei einem Richtfest fehlen. „Die Fundamente sind aus Stahlbeton“, so Bauleiter Duscheck. Als „Stahlgerippe in blattartiger Form“ charakterisierte er die Plattformen. Neben allen technischen Angaben ist auf dem Infoblatt des Büros für Holzbau der Baubeginn vermerkt: der 27. August 2012. Was der Trägervereinsvorsitzende Walter Ganseneder schon bekannt gegeben hatte, wurde von Johannes Duscheck noch bestätigt: „Die Fertigstellung ist im kommenden Juni.“ cf

Meistgelesene Artikel

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

Erfreuliche Entwicklung

Füssen – Beim Thema „Sport“ ist sich die Runde beim ersten SPD-Stammtisch im neuen Jahr einig. Besonders gefällt den Teilnehmern in den …
Erfreuliche Entwicklung

Kommentare