Ein Pünktchen für die Falcons

Eine knappe Niederlage im Penaltyschießen über den ERV Schweinfurt und zwei verletzte Spieler im Krankenhaus – so lautet das Resümee des EV Pfronten aus dem Heimspiel am vergangenen Freitag. Am Sonntag setzte es dann eine 1:9-Schlappe in Regensburg.

Auf dem Papier schien das Spiel des abgeschlagenen Tabellenletzten aus Pfronten gegen den amtierenden Meister aus Unterfranken eine klare Angelegenheit. Wer jedoch glaubte, der EVP würde sich seinem Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Bereits nach 42 Sekunden schlug der Puck zum ersten Mal für die Falcons ein. Florian Häfele erzielte das 1:0 gegen den Tabellenfünften. Der Stadionsprecher hatte das Tor noch nicht durchgegeben und der Jubel im Pfrontener Fanblock war noch nicht ganz verhallt, da erzielte Juhasz schon den Ausgleich. Schweinfurt agierte von da an mit mehr Druck und hatte mehr Spielanteile, Pfronten kam das ein oder andere Mal in arge Bedrängnis. Sinnbild hierfür war die Verletzung von Thomas Steiner, den ein Schuss unglücklich mitten ins Gesicht traf. Er musste blutend vom Eis begleitet werden. In der 16. Minute dann der nächste Schlag. Jens Feuerfeil erzielte den 1:2-Führungstreffer für die Mighty Dogs. Nur eine Minute später checkt der Schweinfurter Michele Amrhein Markus Müller von hinten gecheckt, Müller stürzte kopfvoraus in die Bande und bleibt liegen. Er folgte seinem Mannschaftskameraden Steiner ins Krankenhaus zur Untersuchung. Der Verursacher erhielt eine fünf Minuten plus Spieldauer-Strafe, die die Falcons in der 19. Minute zum 2:2 Ausgleich nutzten. Cody Purves erzielte auf Zuspiel von Benjamin Gottwalz und Martin Fröhlich den Treffer. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Lange ausgeglichen Im Mitteldrittel begann dann ein ansehnliches Spiel, mit insgesamt sechs Toren. Den Anfang machte Purves in der 27.Minute, der bei eigener Unterzahl nach Zuspiel von Adrian Hack die erneute Führung für Pfronten erzielte. Den 3:3 Ausgleich erzielte Schweinfurt in der 29. Minute durch Trolda. Weiter ging es Schlag auf Schlag: In der 34. Minute schoss Adrian Hack den EVP erneut in Führung in der 36. Minute erhöhte Tobias Brandes (Heiß/Brcic) auf 5:3, ehe 12 Sekunden später Alex Funk auf Schweinfurter Seite auf 5:4 verkürzte. Den Schlusspunkt dieses munteren Toreschießens setzte in der 37. Minute Pfrontens Benjamin Gottwalz, der nach Zuspiel von Purves und Hack auf 6:4 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Daraufhin wechselte Schweinfurt den Torhüter, für Swolensky kam Varian Kirst ins Spiel. Doch nur ein Punkt Es waren gerade zwei Minuten in letzten Drittel gespielt, da erzielte Marcel Juhasz in eigener Unterzahl den wichtigen Anschlusstreffer zum 6:5. Nun wurde es spannend in der spärlich besuchten Pfrontener Eissporthalle. Fortuna war dem EV Pfronten jedoch nicht hold und in der 48. Minute netzte Feuerfeil nach Zuspiel von Reisser zum 6:6 Ausgleich ein. Nach 60 Spielminuten musste das Penaltyschießen über die Vergabe des Extrapunktes entscheiden. Und dabei sollte der eingewechselte Gästekeeper Varian Kirst das Zünglein an der Waage sein. Er narrte alle drei Pfrontener Spieler und sein Pendant musste sich nur dem letzten Schweinfurter Schützen (Eckmair) geschlagen geben. Also hieß der Sieger Schweinfurt, die zum ersten Mal seit dem Aufstieg des EVP in Pfronten gewonnen haben. Niederlage auswärts Gewonnen hat auch der EV Regensburg sein Heimspiel am Sonntag gegen die Falcons, und zwar deutlich mit 9:1. Ein doch überraschendes Ergebnis, nach der sehr guten Leistung des EVP Pfronten am Freitag. Es bleibt zu hoffen, dass die Falcons die am kommenden Sonntag, 20. Dezember, abrufen können, wenn zum großen Allgäu-Derby der ERC Sonthofen 99 zu Gast in Pfronten ist. Beginn ist um 18 Uhr.

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