Schluss mit Wasserschäden

Ingenieur Gerald Blumrich (rechts) erklärt den Stadträten, wie das Sparkassengebäude (links) abgedichtet werden soll. Anschließend soll zwischen dem Haus und den Glaspyramiden der gleiche Belag wie am Theresienhof verlegt werden. Foto: Knoll

Füssen – Durch „Fehlkonstruktionen“, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD), funktioniert die Entwässerung zwischen dem Sparkassengebäude und den Glas-pyramiden nicht richtig. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Der Finanzausschuss hat jetzt eine Generalsanierung genehmigt. 

Seit Jahren schon beschäftigen die Wasserschäden an dem Sparkassengebäude und der Tiefgarage die Stadt. Beim Bau waren die „Architekten möglicherweise ein wenig überlastet“, vermutete Iacob. Denn die Dichtung und Entwässerung am Sparkassengebäude „funktioniert nicht so wie sie sein sollte“. Deshalb will die Stadt nun das Problem beheben. Da man laut Ingenieur Gerald Blumrich „nicht genau weiß, wo das Wasser reinläuft“, soll das Gebäude auf der Seite zum Theresienhof komplett neu abgedichtet und das Wasser gezielt abgeführt werden. Dafür muss der Boden aufgerissen werden, was die Stadt nutzen will, um den gleichen Belag wie am Theresienhof zu verlegen. Darauf könnten dann auch Rollatoren fahren, so Blumrich. 

95.000 Euro kostet das Vorhaben. Das muss die Stadt aber nicht allein stemmen: Die Sparkasse übernimmt die Hälfte davon und zahlt damit mehr als ursprünglich vereinbart. Wenn die Stadt die Pläne so umsetzt, dann wird sich auch die Firma Geiger bei zukünftigen Sanierungen an der Tiefgarage beteiligen, erklärte Iacob. Die Stadt müsse dann nur noch 54 Prozent der Kosten tragen, ca. 16 Prozent übernehme die Sparkasse. „Wenn wir das nicht machen, wären wir dumm“, so der Rathauschef. Auch die Stadträte sahen das wohl so. Ohne große Diskussion segneten sie einstimmig das Vorhaben ab. Da der Stadt dafür schon ein Angebot vorliegt, kann demnächst mit den Arbeiten begonnen werden. 

Stadtrat muss Sanierung absegnen

Dass sich auch was an der Zu- und Abfahrt der Tiefgarage, der sogenannten Spindel, tun muss, auch darin waren sich die Stadträte einig. Da die Kosten hierfür aber weit höher liegen, muss der gesamte Stadtrat das Projekt absegnen. Erste Schätzungen hatten Kosten um die 220.000 Euro ergeben. Doch tiefergehende Untersuchung ließen die Schätzungen auf rund 420.000 Euro klettern. 

Denn auch hier hat stehendes Wasser einigen Schaden angerichtet. Eigentlich sollte die Spindel ein durchgehendes Gefälle haben, um Wasser abzuleiten. Doch tatsächlich gibt es dazwischen immer wieder ebene Passagen mit Mulden. In denen lagert sich Wasser und im Winter vor allem Salzwasser ab. Das dringt in den Beton ein und zersetzt ihn, erklärte Blumrich. Deshalb müsse ein sogenannter Gefällebeton aufgebracht und das ganze zum Schutz vor Salz und Wasser mit einer Kunststoffbeschichtung versiegelt werden. „Dann ist die Spindel genauso sauber und nachhaltig saniert wie die inneren Parkplätze (der Tiefgarage Anmerk. der Reaktion)“, erklärte der Ingenieur. Andernfalls würden in den kommenden Jahren noch höhere Kosten auf die Stadt zukommen. 

Für die jetzigen Pläne muss die Kommune in Form der Stadtwerken 210.000 Euro bezahlen. Die Sparkasse beteiligt sich mit 60.000 Euro und die Firma Geiger bringt 80.000 Euro, anstatt den ursprünglich geplanten 40.000 Euro auf, was Iacob als „ganz großzügige Sache“ bezeichnete. Ob die Tiefgarage tatsächlich so saniert wird, darüber entscheidet aber erst der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag. Katharina Knoll

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