"Räume zum Wohlfühlen und Spielen"

In das Kita-Haus sind die Kinder schon vor Wochen eingezogen, nun ist auch der Außenbereich fertig und macht den Kindern viel Spaß. Foto: cf

Mit ihren hellen Stimmen im begeisternden Chor im Saal und mit lautem Trommeln im Garten trugen die Mädchen und Buben jetzt selbst zu der Einweihungsfeier bei: Seit Freitag ist die nagelneue AWO-Kindertagesstätte in der Nähe des Füssener Schulzentrums am Ziegelbergweg 34 auch offiziell eröffnet. Nach der Begrüßung durch die Leiterin Daniela Friedl, vier Grußworten und der Segnung der Kita durch die Geistlichen der katholischen, evangelischen, syrisch-orthodoxen sowie türkisch-islamischen Gemeinden in Füssen flogen die bunten Luftballons in den weißblauen Himmel: „mit guten Wünschen für unsere Kita“, freuten sich die Leiterin Daniela Friedl, Stellvertreterin Marion Saworski und ihr Team.

Die Kleinen – von denen die dreijährige Kristina längst weiß, wo überall „meine Spielsachen“ zu finden sind – machten lautstark jedem verständlich: „Wir haben hier eine tolle Zeit.“ Die Basis dafür schuf der Freistaat mit 1,1 Millionen Euro - und Füssen durch den Grundstückskauf. Ihre 37. Kita ist der AWO Schwaben als Partnerin der Stadt 1,8 Millionen Euro wert. Brigitte Protschka, die Vorsitzende des Ortsvereins Füssen-Schwangau, erinnerte an den Kerngedanken einer Kita: „Kinder brauchen Schutz, Liebe und Verständnis. Wichtig ist die Förderung zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten.“ Als Trägerin vieler Kindereinrichtungen könne die AWO Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen anbieten. „Wir schaffen gemeinsam Räume zum Wohlfühlen und Spielen in Gemeinschaft mit anderen: in Krippen, Kindergärten, Spielstuben und Horten.“ Gegenüber dem KREISBOTE unterstrich Protschka: „Unsere neue Tageseinrichtung in Füssen soll für Mütter und Väter ein Ort der Begegnung sein, um Kontakte zu knüpfen. Wir haben die Einrichtungen an den Bedürfnissen der Eltern und Kinder orientiert.“ So sind laut Protschka die Öffnungszeiten „flexibel gestaltet – immer eine der Voraussetzungen für Eltern und Alleinerziehende, um das Familienleben und den Beruf miteinander zu verbinden“. Eltern, Angehörige und Lokalprominenz waren in Scharen vertreten. Die Gelegenheit, sich im Haus, das 2,9 Millionen Euro kostet, näher umzusehen, wurde rege genutzt. Das neue Gebäude ist die derzeit größte AWO-Einrichtung zur Kinderbetreuung. Nach weiteren Angaben von Dieter Egger – stellvertretender Vorstandsvorsitzende der AWO Schwaben – dient das Gebäude „als Krippe für Kinder unter sechs Jahren und außerdem als Kindergarten.“ Seit Anfang Juli gehen hier die Eltern von etwa hundert Mädchen und Buben ein und aus. Das jüngste Kind sei gerade mal sechs Monate auf der Welt, sagte Leiterin Friedl. „Im Schnitt sind die Kleinkinder ein Jahr alt, die in drei Gruppen von Erzieherinnen betreut werden. Ebenfalls in drei Gruppen arbeitet unser Kindergarten.“ Einen Platz könnten hier insgesamt 111 Kinder finden. „Derzeit sind 23 Plätze der Füssener Kita belegt.“ Es gibt 36 Plätze, die sicherlich in Kürze ausgebucht sein werden, so hieß es. Zu dieser neuen Einrichtung sind - „was reibungslos ging“ - einige Erzieherinnen aus dem öffentlichen Dienst bei der Stadt zur AWO gewechselt, wie der Füssener Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und außerdem Dieter Egger vom Träger der Einrichtung und damit für den neuen Arbeitgeber der Fachkräfte bestätigten. Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert (SPD) erinnerte am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit dem KREISBOTE daran, dass „dieses schöne Grundstück, auf dem jetzt die Kita steht, bereits zu meiner Zeit als Bürgermeister in Füssen im Gespräch für ein solches Projekt war. Damals wurden mit einem entsprechenden Bebauungsplan die Weichen bereits richtig gestellt. Die Lage bei den Schulen ist Gold wert, denn die Eltern haben mit ihren Kindern nur einen einzigen Weg“, sagt Wengert. Gesucht wird noch der Name fürs Haus mit zwei Stockwerken, jeweils geräumig durch 500 Quadratmeter. Zur Abgabe von Vorschlägen standen im Erdgeschoss zwei Boxen bereit. „Gut gelungen“: Lob für die Pfrontener Architektin Dorothea Babel-Rampp kam auch von Stadträtin Ursula Lax.

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