Raften – abseits von Inn und Lech

Als 2006 der Schwimmteich in Bichlbach in Betrieb ging, waren viele skeptisch. Die ersten Badesaisonen haben aber gezeigt, Anlagen dieser Art funktionieren auch im Außerfern, technisch wie wirtschaftlich. Mittlerweile ziehen Vorderhornbach und Reutte nach. Nun übernehmen die Bichlbacher Touristiker rund um Helmut Fasser erneut die Vorreiterrolle.

Der Sport- und Freizeitpark Bichlbach wird mit einer eigenen Raftingstrecke ergänzt. Diese neue Attraktion soll vor allem Kinder und Jugendliche begeistern. Hierzu wird ein künstlicher Bachlauf mit 260 m Länge und 20 bis 50 cm Wassertiefe angelegt. Das Wasser wird in steuerbaren Zeitinterwallen in den Bachlauf gepumpt. Benützt wird die Anlage mit kleinen Schlauchbooten. Eingebaute Kaskaden und kleine Abstürze sorgen für Abwechslung. Entlang des Bachlaufes verläuft ein Begleitweg, der eine einfache Beaufsichtigung von kleineren Kindern ermöglicht. Am Ende des Bachlaufes sorgt ein seichtes Wasserbecken für einen problemlosen Ausstieg. Die Raftingstrecke liegt in unmittelbarer Nähe zum Schwimmteich. Im Laufe des Sommers 2009 soll die Anlage in Betrieb gehen. Mit diesem Projekt betritt Bichlbach absolutes Neuland. „Ähnliche Anlagen gibt es in Tirol noch nicht“, weiß Helmut Fasser. Seine Erfahrungen bei der Errichtung des ersten Schwimmteichs im Außerfern haben sich auch hier bestätigt. „Ohne Mut und Hartnäckigkeit gibt es keine Innovationen im Sommertourismus“, resümiert Fasser. Mit dieser Einstellung und guten Argumenten konnte er auch den TVB Tiroler Zugspitz Arena als Finanzierungspartner gewinnen. Die Bichlbacher Schwimmteich GsbR und der TVB bringen die Eigenmittel für das rund 220.000 Euro schwere Projekt auf. Der Verein REA machte sich für eine 50%ige Kofinanzierung über Land Tirol und EU stark. Kürzlich bekam Fasser die positive Förderzusage zugestellt. Der Umsetzung steht nun nichts mehr im Wege.

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