30 Jahre Kameradschaft

Treuenadel und Urkunde überreichte (von links) Vorsitzender Alois Jäger an Walter Rank, (50 Jahre), Ferdinand Schneider (50) und Wolfgang Wienhold. Foto: cf

Füssen – Vor 30 Jahren wurde die Kameradschaft der ehemaligen Soldaten, Reservisten und Hinterbliebenen Füssen und Umgebung gegründet. Ihr gehören 79 ehemalige Soldaten und elf Hinterbliebene an. Zur Jubiläumsfeier hat nun Vorsitzender Alois Jäger ins „Haus der Gebirgsjäger“ eingeladen.

„Wir haben viel Zeit, warum sollten wir unsere jährliche Versammlung nicht wie heute künftig am Nachmittag abhalten?“, fragte Jäger, Hauptmann a. D. in die Runde und erhielt Zustimmung dafür, eine neue Tradition einzuläuten. Experiment geglückt: Zur Versammlung der Mitglieder war erstmals um 15 Uhr eingeladen worden. Die 25 Teilnehmer, darunter drei Frauen als Neumitglieder, blickten in gemütlicher Runde auf ihre Kameradschaft Füssen und Umgebung im Deutschen Bundeswehr-Verband zurück, die im Mai 1983 gegründet worden war. 

Mit Jäger war der Oberstleutnant a. D. Hans Tänzer der Initiator für „ein lokales Sprachrohr“ der Kameraden in allen sozialen Belangen. „Aus der wachsenden Anzahl ausgeschiedener Berufs- und Zeitsoldaten sowie wehrpflichtiger Reservisten erwuchs die Notwendigkeit zur Schaffung einer weiteren Gruppierung im Gesamtverband“, erläuterte Jäger den Impuls zur Gründung einer Ehemaligen-Gruppe. „Was uns betrifft und bewegt, stimmt situationsbedingt nicht immer in allem voll mit den Bedürfnissen der im Dienst stehenden Soldaten überein“, begründete der Vorsitzende die Notwendigkeit einer eigenen Interessenvertretung.  

Bei Kaffee und Kuchen – spendiert vom Vorstand – erklärte der 75-jährige Jäger auf Nachfrage des Kreisboten, er werde sich am 25. März 2014 für zwei weitere Jahre „natürlich wieder gerne zur Wahl stellen“. Die zweistündige Jahresversammlung begann mit drei Ehrungen (siehe Foto). Abschließend wies Jäger darauf hin, dass „unsere Standortkameraden“ 2014 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern, wie Vorsitzender Franz Jung schriftlich mitgeteilt hatte.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Vortrag von Jens-Peter Stoll. Stoll, früher selbst Soldat, berichtete über seine speziellen Aufgaben, die er als Sozialberater im Dienst der Bundeswehr übernimmt. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand „die Beihilfe“. Bei den Fragen an den Fachmann vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Kaufbeuren wurde deutlich: Die langen Bearbeitungszeiten der eingereichten Unterlagen und damit ein mehrwöchiges Warten aufs rückerstattete Geld sorgten immer wieder für Ärger im Umgang mit den „schlecht erreichbaren“ zuständigen Verwaltungsstellen, die sich in Stuttgart und Düsseldorf befinden. 

Der Sozialberater fasste zusammen, was für die Versorgungsempfänger seit dem 1. Juli 2013 neu ist und ermunterte darüber hinaus dazu, seine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Stoll gab in seinem Referat, das starken Beifall erntete, zum Beispiel den Tipp, mit der Hausbank zu klären, ob die Vollmacht tatsächlich auch allein für die hinterbliebene Person gültig ist, wenn ein gemeinsames Konto geführt wurde. cf

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