Roßhaupten rüstet sich

Eine neue Anlegestelle für die Forggenseeschifffahrt und einen „Drachenweg“ wird die Gemeinde Roßhaupten jetzt bekommen. Wie Bürgermeister Thomas Pihusch erklärte will sich die Gemeinde damit auf dem Tourismussektor besser Positionieren. Das Geld dafür schießt teilweise die EU zu, in Form von Zuschüssen aus dem LEADER-Topf zur Stärkung des ländlichen Raums. Vergangene Woche erhielt die Gemeinde den Förderbescheid.

Wie Pihusch im Rahmen eines Pressetermins am Donnerstag vergangener Woche erklärte, will die Gemeinde ihr Tourismuskonzept fortführen. Eine neue Anlegestelle soll die Forggenseeschifffahrt aufwerten. Da dachte er sich: „wenn man die Anlegestelle richtet, dass man auch eine gemeinsames Wegstück nach Rieden als Themenweg gestaltet“. Denn, so der Bürgermeister: „Wir haben den Magnusdrachen wieder ausgegraben“. Die Drachentöter-Legende will Roßhaupten nutzen, um für sich zu werben. Deswegen soll am Forggensee ein Wanderweg, der Richtung Rieden führt, auf dem letzten Stück als „Drachenweg“ ausgebaut werden. Wie das genau aussehen soll, steht noch nicht fest, aber vor allem für die Kinder soll er sein, denen Drachen und Trolle, etwa aus Holz, dort begegnen sollen. Wichtig ist vor allem auch, den Anlegeplatz am Forggensee zu modernisieren und attraktiver zu machen. Er wird dazu um einige Meter versetzt. Von den 118000 Euro Kosten trägt das LEADER-Programm 50000 mit, wie Dr. Alois Kling von Amt für Landwirtschaft und Forsten (AELF) erklärte. Ethelbert Babel, beim AELF für das LEADER-Projekt zuständig, hob vor allem die Aspekte Wertschöpfung, die Anbindung zu den Nachbargemeinden und auch die Bürgerbeteiligung hervor, denn die Gemeinden um den Forggensee kooperieren, um sich touristisch stärker zu profilieren. Federführend bei dem Projekt ist die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Auerbergland-Pfaffenwinkel, unter der Leitung von Geschäftsführerin Elisabteh Gutmann. Die will die Region als Wandergrund profilieren, so Gutmann. „Wir haben unsere LAG gut im Griff“, erklärte deren zweiter Vorsitzender, Heimo Schmid. Der Beginn der Arbeiten am Forggensee-Anlegeplatz dürften sich allerdings noch etwas hinziehen. Denn wenn der See für den Sommer wieder sein ganzes Wasser führt, ist es erstmal nicht mehr möglich, Arbeiten vorzunehmen. Der Hauptteil soll deswegen erst im Herbsstattfinden, so Pihusch.

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