Mittelschule Pfronten feiert mit einem Festakt ihr 40-jähriges Bestehen

Bewegte Geschichte

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Ex-Lehrer Josef Zeiselmeier (links) und Schulrat Eduard Gapp bei der Festrede.

Pfronten – Nach dem Schulfest im Sommer fand am vergangenen Freitag der offizielle Festakt zum 40-jährigen Bestehen der Mittelschule Pfronten statt.

Damals, 1976, wurde die Schule allerdings noch als „neue Zentralschule“ bezeichnet und der für die damalige Zeit äußerst moderne Neubau erregte viel Aufsehen. Andere Schulen, wie beispielsweise das Gymnasium in Füssen, waren seinerzeit bei weitem nicht so gut ausgestattet.

Die Schule verfügte damals schon über ein Sprachlabor für den Englisch-Unterricht und eine eigene Turnhalle. Alles Neuerungen, die man zur damaligen Zeit an anderen Schulen suchen musste. „Das war damals eine turbulente Zeit“, erinnerte Josef Zeiselmeier, der selbst als junger Lehrer damals an die Schule kam, anlässlich des Festaktes.

Zu Beginn der Planungsarbeiten sei noch nicht mal klar gewesen, wo genau die Grenze zwischen Oberallgäu und Ostallgäu verlaufen würde, so der ehemalige Bürgermeister weiter. Die Gebietsreform war damals noch in vollem Gange und es sollte lange Zeit ein Neubau in Nesselwang entstehen, da Wertach und Qy noch zum Ostallgäu gehören sollten.

Mittelschule feiert runden Geburtstag

Man sprach damals von der Grüntenseeschule, die in Nesselwang entstehen sollte, berichtete Zeiselmeier. Erst die Entscheidung, dass die Grenze zwischen Ostallgäu und Oberallgäu entlang der Wertach verlaufen sollte und Wertach und Oy zum Oberallgäu fielen, führte dazu, dass Pfronten, zentral gelegen, den Zuschlag erhielt.

In die Jahre gekommen 

Ursprünglich war der Neubau auf dem Gelände der heutigen DAK-Rehaklinik geplant, also zwischen Ried und Röfleuten. Das Gebiet hinter der damals schon bestehenden Hauptschule kam erst später ins Gespräch. Die Entscheidung erwies sich im Nachhinein als richtig, das Gebäude nahe des Ortskerns zu errichten. „Jetzt ist das Gebäude aber auch in die Jahre gekommen, so wie wir halt auch“, so Zeiselmeier. „Damals waren wir 25-jährige Junglehrer und voller Tatendrang. Heute sind wir bereits Rentner und gehören zum alten Eisen.“

In die Schule wird und wurde in den vergangen Jahren kontinuierlich immer weiter investiert und modernisiert, so Bürgermeisterin Michaela Waldmann in ihrer Ansprache. Jetzt stehe allerdings eine energetische Sanierung des Gebäudes an. 1976 wurde eben noch ganz anders gebaut wie heute, hieß es einstimmig zu diesem Thema. Da war eine voll verglaste Gebäudefront modern und ein Zeichen von Transparenz nach außen. Heute sei das energetisch so nie mehr machbar.

Unterbrochen wurde der Reigen der Reden durch mehrere Musikdarbietungen von Schülern- und Schülerinnen und von der Aufführung eines kleinen Theaterstücks: Ein humoristischer Rückblick in die 70er Jahre, der für großer Heiterkeit bei den Zuschauern sorgte.

Als Ausklang der Veranstaltung hatten die Schüler und Schülerinnen des Hauswirtschaftsunterrichts ein Festbuffet für alle Gäste hergerichtet. „Die haben sich ja enorm Arbeit gemacht,“ hieß es zum Abschluss der Veranstaltung einstimmig, beim Anblick des Buffet.

Ralph Finger

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