Zur Sache, Schätzchen

Ausführliche Informationen gaben Kunstexperte Gerd Nagel (links) und Ronald Köhler, Redaktionsleiter beim Bayerischen Rundfunk, im Colloquium des Klosters St. Mang. Foto: prs

Was vor 25 Jahren als eine Art Fernsehflohmarkt begann, ist schon lange zur Kultsendung aufgestiegen: Die Antiquitätenberatung Kunst & Krempel. Ihre Fortsetzung findet sie in diesem Jahr in der barocken Kulisse von Kloster St. Mang in Füssen.

Zwei Mal im Jahr ist das Kunst& Krempel-Team unterwegs, jeweils in einer anderen Stadt, um Familienschätze unter die Lupe zu nehmen. Für jedes Themengebiet ist ein halber Tag Beratungs- und Produktionszeit vorgesehen. Vom 5. bis 8. Mai dauern die Füssener Drehtage. In dieser Zeit wählen die Experten aus 500 Objekten diejenigen aus, die in den wöchentlichen Ausstrahlungen vorgestellt werden. „An diesen vier Tagen fertigen wir zwölfeinhalb Stunden reines Programm, wir produzieren 25 halbstündige Sendungen“, erläutert nicht ohne Stolz Redaktionsleiter Ronald Köhler und der Stuttgarter Kunstexperte Gerd Nagel gerät ins Schwärmen darüber, wie so eine Sendung entsteht. Dass nach Kempten und Ottobeuren mit Füssen erneut ein Allgäuer Drehort gewählt wurde, „ist der geschichtsträchtigen Stadt mit ihren tollen Räumlichkeiten zu danken“, so Köhler. Rund zwei Wochen wird der Bayerische Rundfunk den Kaisersaal und weitere Klosterräume anmieten, wenn er mit rund 40 Personen, fünf Kameras, dazu Ü-Wagen und weiterem Equipment anrückt. Wer seine Familienschätze zeigen und bewerten lassen will, muss sich anmelden. Wer von den Interessenten angenommen wird, darüber entscheidet die Redaktion. „Nur die interessantesten Objekte kommen vor die Kamera“, so Köhler. Doch nicht nur der Wert, auch das Besondere oder Ungewöhnliche, und selbst die Geschichte, die hinter einem Objekt steht, entscheiden bei der Auswahl. Bis zu vier Objekte sind pro Kopf möglich.

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