Sanierung auf gutem Weg

Die Reuttener Delegation vor der Burgruine Ehrenberg, die weiter saniert wird. Foto: Architekturbüro Walch

Im Rahmen einer Führung mit dem Obmann der Europäischen Burgenwelt Ehrenberg, Armin Walch, hat sich kürzlich eine Delegation, darunter Reuttes Bürgermeister Alois Oberer, dafür ausgesprochen, dass die Sicherung und Sanierung der Ruine weitergehen muss. Ehrenberg sei Teil der Heimat und müsse für die nächsten Generationen erhalten werden, so der Tenor. Mit dabei waren außerdem Gemeinderäte, Sparkassenvorstand Dr. Walter Hörtnagl mit Vertreter des Stiftungsrats der Sparkasse Reutte, Vertreter des Komitees zur Rettung der Ruine Ehrenberg, so wie Vertreter der Baufirma Storf.

Vor 40 Jahren begann der mittlerweile verstorbene Reuttener Friedl Schennach unterstützt von einer Gruppe Gleichgesinnter mit der Sanierung der Ruine Ehrenberg. Über 25 Jahre organisierte er die Sanierung dieses kulturellen Wahrzeichens für die Region Reutte. „1997 bat mich Friedl, die Sanierung der Ruine Ehrenberg, so wie er sie begonnen hatte, fortzusetzen“, so Obmann Walch bei einem Ortstermin auf der Ruine. „Ich gab Friedl dieses Versprechen und werde mich weiterhin um die Sicherung und Sanierung der Ruine kümmern“ Das sei aber nur möglich, wenn viele Menschen ein solches Vorhaben unterstützen und einen Sinn darin erkennen, wenn man Kulturgut als Teil der Heimat für diese Generation, aber auch für die nächsten Generationen erhält. Als Zeichen der Anerkennung für Friedl Schennach haben in der Vergangenheit die Baufirma Storf, die Holzbaufirma Saurer und das Architekturbüro Walch unter anderem den Pulverturm kostenlos rekonstruiert. Vor allem 2008, 2009, 2010 habe der Verein „EBE“ große Anstrengungen unternommen, um Ehrenberg zu sichern und zu sanieren, weil die Besucheranzahl auf Ehrenberg stetig wächst 2009 waren es über 60.000 Besucher. Durch diese hohe Frequenz müssten die von den Besuchern benutzten Wege und die angrenzenden Mauern vor Steinschlag und Absturz gesichert werden. Dass in drei Jahren beinahe 180.000 Euro auf der Ruine investiert wurden, ermöglichte die Stiftung der Sparkasse Reutte, die den Verein mit insgesamt 45.000 Euro unterstützte, aber auch das Komitee zur Rettung der Ruine Ehrenberg steuerte 14.500 Euro dazu bei. Durch diese Eigenmittel konnte auch wiederum Kulturabteilung und der Landschaftsdienst des Land Tirol zum Mithelfen überzeugt werden. Als Leader-Förderprojekt kamen auch noch ein Drittel EU-Gelder dazu und somit wurden die rund 60.000 Euro Eigenmittel, durch rund 60.000 Euro Landesmittel mit letztendlich 180.000 Euro verdreifacht. Mit dieser Summe wurden die Batterie St. Ferdinand, die gesamte Flügelmauer zwischen Torbau und „Gevierter Stock“ und etliche Wegstücke gesichert und saniert. Dank gebühre auch etlichen Asylanten, die über mehrere Monate auf Ehrenberg arbeiteten und hauptsächlich die für das Mauerwerk notwendigen Steine herbei schafften. Die Führung hatte neben dem informativen Charakter auch einen positiven Effekt für Ehrenberg. Ingenieurin Kathrein Martin von der Baufirma Storf sagte spontan zu, dass sie 2011 kostenlos einen Wacherker auf der Ruine sanieren wird.

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