Schädling oder nicht?

Die Mitglieder des Pfrontener Forums rücken dem Kreuzkraut auf die Pelle. Foto: privat

Um die Pfrontener Landschaft von schädlichen Pflanzen zu befreien sind kürzlich die Mitglieder des Pfrontener Forums ausgerückt. Säckeweise entfernten sie das giftige Kreuzkraut von einer befallenen Pferdeweide. Anders als geplant verzichteten sie jedoch darauf, gegen das Drüsige Springkraut vorzugehen. Denn bei der aus Indien stammenden Pflanze könne von einer Plage keine Rede sein – und möglicherweise ist sie sogar nützlich.

Das indische Springkraut hat seinen Namen von der ursprünglichen Herkunft Indien und der Eigenschaft, dass die reifen Samenkapseln auf kleinste Berührung – zum Beispiel durch einen Regentropfen – aufspringen und die Samen bis zu sieben Meter weit schleudern. Die Tatsache, dass die nicht giftige Pflanze tausende von Samen produziert, die mehrere Jahre keimfähig bleiben, gibt ihr die Möglichkeit sich unter günstigen Bedingungen rasant zu vermehren und dabei andere Pflanzenarten zu verdrängen. Auf regelmäßig gemähten Flächen, bei dichtem Bewuchs, Trockenheit oder geringem Nahrungsangebot hat sie jedoch keine Chance, so dass sie in unserer Gegend nur an wenigen Stellen gehäuft auftritt. Zur Bekämpfung muss man die einjährige Pflanze vor der Samenreife abmähen oder ausreißen und entfernen, da die liegenden Pflanzen neue Wurzeln treiben. Positive Eigenschaften „Vielleicht ist es so vorgesehen, dass das Springkraut einen festen Platz in unserer Pflanzenvielfalt einnimmt, denn sie hat auch etliche positive Eigenschaften“ meinte die Referentin Monika Hofer und begann damit einige Vorzüge der Pflanze herauszustellen. Durch ihren hohen Zuckergehalt ist sie für viele Imker gerade in der blütenärmeren Zeit als Bienenweide gern gesehen. Sie findet in der Bachblütentherapie Anwendung (Impatiens), der Saft ihrer rötlichen Stängel kann Hautausschläge und Schmerzen lindern und die Samen sind nährstoffreich. Die Anwesenden einigten sich darauf das Kreuzkraut zu bekämpfen und das Springkraut bis zur nächsten Aktion weiter zu beobachten.

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