Schwangauer Gemeinderäte sorgen sich wegen der Parkplatzproblematik

Beim nächsten Mal "Nein"

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Auch an normalen Tagen ist die Parkplatzsituation vor der Schwangauer Therme (links) desolat, wie hier vergangenen Samstag zu sehen ist. Insbesondere die Zu- und Abfahrt macht den Gemeinderäten Sorgen.

chwangau – „Wir müssen das Dilemma mit der Parkplatzsituation und der Zufahrt regeln!“. Diese Aussage Rupert Geblers in der ersten Bauausschusssitzung des neuen Jahres brachte die Stimmung unter den Gemeinderäten auf den Punkt.

An mehreren Stellen im Dorf ist die Verkehrs-, vor allem aber die Parksituation leicht außer Kontrolle geraten. Nun wurde deshalb erstmals ein Antrag zurückgestellt. 

Erneut mussten sich die Mitglieder des Schwangauer Bau-, Entwicklungs- und Umweltausschusses mit einem Antrag der Kristallbäder-AG befassen. Die Gesellschaft der Schwangauer Kristalltherme hatte diese erweitert und eine so genannte Edelsteingrotte neu gebaut. Während der Bauausführung mussten aus Statik- und Feuerschutzgründen Änderungen vorgenommen werden, zusätzlich wurden Technikräume geschaffen, um die Installationen für die Lüftung, den Wärmetauscher und die Elektrik unterzubringen. 

Nachdem das Gros der Veränderungen innerhalb der Therme vorgenommen und nach außen hin nicht sichtbar ist, hatten die Räte kein Problem, die Tektur zu genehmigen. Insbesondere, da man dem Bauantrag schon vor neun Monaten zugestimmt hatte. Allerdings machten die Räte klar, dass dies das letzte Mal gewesen sein wird. Vor allem die Feiertage hätten wieder gezeigt, monierten sie, dass die Parkplätze aus allen Nähten platzen. Man müsse dieses Dilemma regeln, so Rupert Gebler. Der deutete wie auch seine Kollegen an, dass man beim nächsten entsprechenden Antrag sich verweigern werde. „Wir sitzen jetzt noch fünf Jahre im Gemeinderat. Wenn der Steinhart (der Vorsitzende der Kristallbäder AG, Anm. d. Red.) noch mal einen Antrag vorlegt, dann sag ich nein“. 

„Nein“ sagten die Ausschussmitglieder postwendend bei einem Antrag der Besitzerin des Schlosses Bullachberg, Elisabeth von Elmenau. Denn auch dort ist die Parkplatzsituation ungelöst, vor allem, wenn die Antragstellerin ihre Pläne umsetzen darf. So möchte von Elmenau aus der ehemaligen Tenne einen Theaterstadel machen. Dazu müssten aus Brandschutzgründen aber zwei Fluchttreppen gebaut werden. „Eine Formalie“, wie Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke meinte, da ja der Saal schon bestehe. 

Kritische Situation 

Das sahen die Gemeinderäte zwar ähnlich, machten aber auf die Parksituation aufmerksam, die aus ihre Sicht nicht gelöst sei. So kann die Bauwerberin nur 25 Stellplätze auf ihrem Grund vorweisen, bis zu 180 Menschen sollen aber im Theaterstadel Platz finden. Da müssten die Besucher zwangsläufig auf die Ortsverbindungsstraße Schwangau-Hohenschwangau ausweichen, wo diese in dem Bereich ohnehin unübersichtlich sei. Auch hätten viele Besucher des Weihnachtsmarktes am Bullachberg auf den benachbarten Grundstücken wild geparkt. Insbesondere, wenn die Wiesen nicht gefroren seien, werde die Situation kritisch. 

„Das muss geregelt sein. Sie (Elisabeth von Elemenau) soll ganzjährig benutzbare Parkplätze nachweisen“, lautete die Forderung, mit der der Antrag zurückgestellt wurde. Wenngleich der Hauptamtsleiter nur auf gut 50 Stellplätze kam, wollen die Räte wenigstens für die Hälfte der möglichen 180 Besucher einen ausgewiesenen Parkplatz sehen. Nun will sich der Ausschuss noch zu einem Ortstermin treffen.

gau

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