Im Schloss Hopferau arbeiten zwei Flüchtlinge

Verantwortung wahrnehmen

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Der Afghane Esmatolle (links) und Said aus Somalia arbeiten seit kurzem im Schloss Hopferau.

Hopferau – Das Schloss zu Hopferau unterstützt mit einem Pilotprojekt die Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt. Seit Anfang des Monats sind Esmatolla aus Afghanistan und Said aus Somalia im Schloss beschäftigt

Kaum ein Thema ist in diesem Jahr so präsent wie die Flüchtlinge in Europa. „Wir sehen es als gesellschaftliche Verantwortung, uns bei diesem Thema aktiv mit einzubringen“, erklärt Schlossbesitzer Bernd H. Rath. Als Arbeitgeber möchte das Schloss zu Hopferau andere Unternehmen der Tourismusbranche ermutigen, das Potential der ausländischen Arbeitskräfte zu nutzen.

Doch nicht nur anlässlich des Deutschen Diversity-Tag lebt das Schloss zu Hopferau den Vielfaltsgedanken. „Als internationales Hotel mit Gästen aus aller Welt bieten wir grundsätzlich ein Umfeld, das frei von Vorurteilen ist. Zudem sind wir es gewohnt, mit Sprachbarrieren zu arbeiten“, erklärt der Schlossherr.

Jeden Freitag Schule

 Seit dem 1. Juni sind die zwei Flüchtlinge Esmatolla und Said im Schloss zu Hopferau tätig. Gemäß dem Diversity-Ansatz hat das Schlossteam darauf geschaut, wie sich die Flüchtlinge mit ihren individuellen Hintergründen in den Arbeitsalltag einbringen können. Der seit sieben Monaten in Deutschland lebende Esmatolla stammt aus Afghanistan, ist beispielsweise von Beruf Schneider und unterstützt das Team aktuell im Bereich Housekeeping.

Vor allem beim Bettenmachen zeigt er sich demnach als hilfreich und ordentlich. Den Servicebereich durfte er bereits ebenfalls kennen lernen. Said kommt aus Somalia und ist bereits seit zwei Jahren in Deutschland. Erste Erfahrungen sammelte er bei einem Praktikum in Schwangau. Nach seinem Probearbeitstag in der Schlossküche wurde er vom Küchenchef so gelobt, dass er nun dort tätig ist.

Positive Reaktionen 

Neben dem Einsatz im Schloss besuchen die zwei Flüchtlinge außerdem jeden Freitag die Schule, um ihre Sprachkenntnisse weiter auszubauen. Die Reaktionen seitens des Schlossteams sind positiv. „Sowohl Esmatolla als auch Said sind hochmotiviert und sehr engagiert. Wir freuen uns, dass die Beiden unser Team unterstützen“, so Hoteldirektor Jörg Wedegärtner. Er zeigt sich beeindruckt: „Die zwei Flüchtlinge haben Spaß an ihrer Arbeit und fühlen sich im Schloss zu Hopferau sehr wohl.

Ihre Motivation und ihr Integrationswille sind beispielhaft“, betont Wedegärtner. Für den Hotelchef ist das Pilotprojekt ein Erfolg, denn das Schloss könne den Flüchtlingen nicht nur eine Perspektive für die Zukunft bieten, alle Beteiligten sammelten außerdem auch wertvolle Erfahrungen.

kb

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