Mit der Lupe unter Wasser

Zusammen mit der Biologin Anne Berkmüller (blaues T-Shirt) gehen die Schüler im Bach auf Entdeckungsreise. Foto: cf

Füssen – Die Diplom-Biologin Anne Berkmüller hat vor kurzem bei ihrem Projekt „Mit der Lupe unter Wasser“ neun- bis 13-jährige  Schüler begeistert. Die konnten an verschiedenen Orten ihrem Forschergeist nachgehen. Darunter waren neben Füssenern auch Pfrontener und ein Mädchen aus Rückholz.

Mit der selbst gebastelten Dosenlupe untersuchte die Gruppe das vielfältige Leben im und rund um Gewässer. Was sie herausfanden, dokumentierten sie im Heft mit eigenen Fotos und Zeichnungen. Partner und Förderer des lehrreichen Projekts war der Bund Naturschutz im Ostallgäu. „Kinder und Jugendliche sind immer seltener mit der freien Natur vertraut“, meint dazu die Diplom-Biologin. Sie will, dass die Kinder sich nicht nur mit der sie umgebenden Natur anfreunden, „sondern ich möchte auch eine Naturverbundenheit fördern, die auf persönlichen Erfahrungen gründet“. 

Naturwissenschaftliche Studien habe ihre Gruppe zum Beispiel schon am Füssener Achen durchgeführt, so die Projektleiterin. Der Kreisbote hat die Heranwachsenden als junge Forscher am Gipsweiher in Bad Faulenbach getroffen. „Wie soll die Kröte heißen? Wem gefällt der Name Brauni?“, ruft ein Mädchen in die Runde. Die Entscheidung über die Kröten-Taufe wird erstmal vertagt. 

Die Forscher ziehen weiter und holen wenig später mit dem Kescher sogar eine köcherlose Köcherfliegenlarve aus dem müde fließenden Faulenbach. Es ist heiß, aber die Schüler sind hier im Schatten im Einsatz. „Ich finde Biologieunterricht an der Schule spannend. Wir können aus den Büchern viel lernen“, sagt der bald 13-jährige Stefan.  Aber es sei doch nur Theorie. „Hier draußen machen wir ganz praktische Erfahrungen“, so der Bub aus Pfronten-Kappel. Schon hebt Stefan den nächsten Stein hoch und schaut darunter. 

„Ich freue mich, wenn ich etwas gefunden habe“, ergänzt Katja. Sie steigt aus dem Bachbett und läuft zu den Anderen, die neben dem digitalen Mikroskop stehen und die Füssener Naturwissenschaftlerin und Pädagogin mit ihren Fragen löchern. „Schade“ meinen alle, als das mehrtägige Projekt zu Ende geht. Es klingt mit den Eltern und einem Besuch im Freibad am Obersee aus. Stolz zeigen die Kinder die Urkunden, die ihnen Leiterin Berkmüller unterschrieben ausgehändigt hat. Katja, Stefan und alle anderen haben damit bestätigt: sie sind an diesen Ferientagen „Wasser-Experten“ geworden. cf

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