Beim schwäbischen Fischereitag gibt es viel Lob für die heimischen Fischer

Auf einer Wellenlänge

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Der Nachwuchs im Blickpunkt: Verbandsvorsitzender Hans-Joachim Weirather mit einigen Nachwuchsfischern aus der heimischen Region.

Landkreis/Füssen – Erneut durften sich Mitglieder des Kreisfischereivereins Füssen im Beifall sonnen: So erhielt der neue schwäbische Fischerkönig, Christian Stets aus Füssen, starken Applaus der von den 118 Delegierten, die sich am Samstag im Festspielhaus zum Schwäbischen Fischereitag 2016 getroffen haben.

Am Nachmittag gab es dann viel Beifall für Hubert von Bochmann. Dem langjährigen Vorsitzenden des Kreisfischereinvereins Füssen wurde die silberne Ehrennadel des Verbands Schwaben verliehen. Der Tag – vorbereitet vom Füssener Team unter dem neuen Kreisvorsitzenden Matthias Heinz – stellte die „Gemeinschaft für Fischerei und Gewässerschutz“ eindrucksvoll im Rahmen der öffentlichen Kundgebung unter Beweis.

Auf die Grußworte und Referate, die am Vormittag aktuelle Themen ins Blickfeld rückten, folgte nach der Mittagspause die Delegierten- und Mitgliederversammlung. Der Unterallgäuer Landrat Hans-Jochim Weirahter wurde im Amt als Präsident betätigt. Im Wahlvorgang erhielt Weirather – bei einer Enthaltung – alle 117 Stimmen. Weil gut gewirtschaftet worden war, konnten Rücklagen gebildet werden, wie es die Bilanz im Kassenbericht ausweist.

Neuer Kassier ist Dr. Dr. Markus Schick. Er folgt Schatzmeister Erich Thren nach, der vor kurzem verstorben ist. Vom wechselhaften Wetter am Forggensee ließen sich die Teilnehmer aus Schwaben und ihre vielen Gäste das fröhliche „Petri Heil“ nicht trüben. „Die Fischerinnen und Fischer des Verbands setzen sich ganz vorbildlich für die Natur, die Artenvielfalt und den Gewässerschutz ein. Sie sind damit genau auf der Wellenlänge mit uns im Landkreis“, betonte die Ostallgäuer Maria Rita Zinnecker (CSU).

Erfreulicherweise, wie auch von der Landrätin zu hören war, entwickle sich viel Positives im Nachwuchsbereich der Vereine. Fischen sei bei den Jugendlichen wieder „in“, freute sich Zinnecker am Rednerpult.

Trend zur Verjüngung

 „Wir zählen 2000 Jugendliche in 100 Vereinen zu unseren Mitgliedern“, so Geschäftsführer Ulrich Krafczyk gegenüber dem Kreisboten. Derzeit, so Krafczyk, „sind uns über 20.000 Angel- und Berufsfischer in Schwaben angeschlossen“. Als müsste der Trend zur Verjüngung in den Fischereiverein noch mit einem munteren Aufmarsch belegt werden, zogen junge Angler mit Ausrüstung in einer geleiteten Gruppe an den Delegierten vorbei, die nach etwa eineinhalb Sitzungsstunden mit neun Tagesordnungspunkten im Festspielhaus in der nahe gelegenen Fischereihütte zum gemütlichen Teil übergingen.

Dank der Expertenreferate am Vormittag hatte es zuvor Infos in Hülle und Fülle gegeben. „Der Forggensee – Deutschlands größter Stausee“ lautete der Titel des Referats von Karl Schindele, Leiter des Wasserwirtschaftsamts Kempten. Zuvor hatte Präsident Weirather – früher Leiter des Amts – zu Fragen mit Blick auf die Fischerei und den Gewässerschutz Stellung bezogen. Er sagte: „Unsere Hoffnungen am Lech liegen im Projekt Lica Liber. Hier handelt die Staatsregierung und entwickelt gemeinsam mit allen Interessensvertretern ein Konzept für die Renaturierung des Flusses von der Staustufe 23 bei Mering bis zu Mündung in die Donau.“

Wichtige Vernetzung

 Er sprach außerdem über die Anliegen der Fischer mit Blick auf Verschlammung, Baggerseen und Wasserkraftnutzung. Fischer-Vorsitzender Hans-Joachim Weirather wies auf die Vernetzung mit den Bauern und Jägern hin.

Gelungene Projekte

 Dies hatte in seinem Grußwort auch der der Jagdpolitische Sprecher der CSU, Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger, unterstrichen. Er berichtete über „gelungene Artenschutzprojekte“. In der „Stadt am Fluss“ unterstrich in ihrem Grußwort SPD-Stadträtin Ilona Deckwerth als Vertreterin von Bürgermeisters Paul Iacob den „hohen Stellenwert von Wasserprojektwochen an Schulen“. Solche Projekte, so die Stadträtin, dienten dazu, Lebensräume in „unseren Gewässern“ von früh auf kennen zu lernen.

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