Kurz vorm Start des Festzuges hat Petrus mit der Schwangauer Musikkapelle doch noch ein Einsehen

Hoffen und bangen um den Festzug

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Dicht an dicht drängen sich die Ehrengäste beim Festzug auf der Tribühne.

Schwangau – Ausgerechnet bei den Feiern zum 200-jährigen Jubiläum der Musikkapelle Schwangau öffnete der Himmel am Wochenende seine Schleusentore, so dass der Festumzug mit knapp 50 Gruppen ins Wasser zu fallen drohte. Erst lange nach Mittag stand fest: „Der Umzug findet statt“.

Bei diesen Worten erntete der Bezirksvorsitzende des ASM, Gottfried Groß, begeisterten Applaus und Zustimmung. Für viele der Gruppen stand da ohnehin schon fest: Wird gehen. Pünktlich zu Startschuss ließen die Regenfälle dann auch nach.

Musikkapellen-Vorsitzende Stefanie Bruckdorfer hatte ein glückliches Händchen und wohl auch die Ahnung, dass Petrus den Musikern gesonnen sein würde. Noch während im Schwangauer Festzelt der Gemeinschaftschor abgehalten wurde – auch darüber hatten die Verantwortlichen lange diskutiert – hatte die junge Vorsitzende die Festwagen aufstellen lassen. Ohnehin hatten viele schon zugesagt und gemeint, wir kommen und stellen auf.

Applaus für Groß

 Um 14.15 Uhr betrat schließlich Gottfried Groß die Bühne im Festzelt von Schwangau und verkündete, was man beschlossen habe. Da hatte man bereits wegen des Schnürlregens den Gemeinschaftschor, der eigentlich am Brauhaus hätte stattfinden sollen, nach drinnen verlegt. Dort hatte ASM-Vorsitzender und Staatssekretär Franz Josef Pschierer (CSU) nach dem Kommando „Instrumente hoch!“ die Musik-Gruppen dirigiert.

Großer Festumzug in Schwangau

Dann ging alles recht schnell: Die Gruppen sammelten sich und nahmen in der Schloss- und Füssener Straße Aufstellung. Auch die Ehrengäste marschierten los und angeführt von den Standartereitern zogen die 52 Fußgruppen und Festwagen über die B17 und das Mitteldorf durch Schwangau. Je länger der Umzug dauerte, desto mehr ließ der Regen nach, sodass der eine oder andere schon lästerte, wozu man die Ehrentribühne mit Regenschirmen beschütze. Das sei ein Sonnendach, merkte Thomas Heiserer an, der die Gruppen vorstellte und begrüßte.

Zahlreiche Festwagen

 Neben den Musikkapellen aus dem Bezirk 3 Füssen, zu dem auch Schwangau gehört, hatten die Musikkapelle auch Gruppen aus dem benachbarten Außerfern eingeladen, sowie aus Tübingen und Nordrhein-Westfalen. Neben den Musikkapellen und Trommlerzügen gingen auch der Schwangauer Trachtenverein sowie die Schützen, die heuer ihr 175-Jähriges Jubiläum feiern, im Umzug mit.

Darüber hinaus gab es diverse Festwagen, allen voran das neu gebaute und riesig wirkende Schloss Neuschwanstein, in dessen „Schlosshof“ noch eine Trommel aus der Königszeit steht. Trotz des Wetters verfolgten zahlreiche Gäste und Zuschauern den Umzug und applaudierten den Teilnehmern.

Oliver Sommer

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