Schwangau voller Vorfreude

„Tegelberg – Schwangau – Germany“ – so heißt vom 8. bis 22. Mai 2010 der Nabel der Welt, meint Eventmanager Benno Osowski. Zumindest der Nabel der Drachenflieger-Welt. Denn derzeit ist Osowski damit beschäftigt, die Weltmeisterschaften im „Hang Gliding“ zu organisieren, die im kommenden Mai 100 Drachenflieger aus der ganzen Welt in den Königswinkel locken wird. In der vergangenen Woche hat der Organisator zusammen mit Bürgermeister Reinhold Sontheimer und dem Geschäftsführer der Tegelbergbahn, Franz Bucher, das offizielle Logo zur WM präsentiert. „World Hang Gliding Championship 2010“ prangt auf dem schnörkellosen Logo. „Wir mussten es in Englisch machen“, meint Osowski, denn der Ausrichter, die Fédération Aéronautique Internationale (FAI) bestand darauf. International auch die Bezeichnung des Austragungsorts: „Tegelberg – Schwangau – Germany“ .

„Einige Überredungskunst“ habe es gebraucht, um bei der FAI durchzusetzen, die Silhouette von Schloss Neuschwanstein in das Logo mit aufnehmen zu dürfen. Dabei sei das nicht nur bloßer Lokalstolz, sondern das Schloss bilde bei allen Flügen des zweiwöchigen Wettkampfs den Wendepunkt, den die Sportler in luftiger Höhe passieren. Entsprechend winden sich im Logo spiralförmige Linien um Neuschwanstein. An deren Ende finden sich drei stilisierte Drachen verschiedener Formen. Sie symbolisieren die drei Wettkampfdisziplinen, Drachen, Starrflügel und Swift. Die Farben blau und weiß symbolisieren den Himmel der Bayern. Übersichtlich soll das Logo sein und auch in Schwarz-Weiß und auf Briefmarkengröße verkleinert gut herauskommen. Leicht futuristisch ist in Osowskis Augen die verwendete Schriftart „Eurostyle“. Überhaupt soll sich die Weltmeisterschaft modern präsentieren. Ein Ergebnisdienst soll den Ausgang aller Durchgänge zeitnah ins Internet stellen. Ein Fernsehteam schießt eigens bewegte Bilder, die Sender aus aller Welt über die WM-Website beziehen können und eine „Hang Gliding“-Meisterschaft nahe Neuschwanstein, „das gibt wunderbare Bilder“, ist der Organisator überzeugt. Damen sind top Die anstehende Weltmeisterschaft ist die zweite, die in Schwangau stattfindet und gleichzeitig die zweite in Deutschland überhaupt, erinnerte Schwangaus Bürgermeister Reinhold Sontheimer. Die erste im Jahre 1983 habe er noch als damals jüngster Gemeinderat miterlebt. Und 2010 wird auf absehbare Zeit die letzte WM in Deutschland sein, ist Osowski sich sicher. Besonderes sportliches Schmankerl: die deutschen Damen verteidigen sowohl den Mannschafts- als auch Einzeltitel. Die Verantwortlichen zeigten sich zuversichtlich, dass das Team seinen Titel vor heimischer Kulisse auch verteidigen wird.

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