Gedenktafel erinnert an Lina Thyll-Dürr

Zeichen des Danks

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Zum Gedenken an Lina Thyll ließen die Pfarrei St. Anna und die Bewohner der Tränkesiedlung im Inneren der Kirche anbringen diese Tafel anbringen.

Reutte – Mit einer Gedenktafel wollen die Pfarre St. Anna und die Bewohner der „Tränke“-Siedlung ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit für Lina Thyll-Dürr setzen.

Franziskanerpater Johannes Nepomuk Unterberger weihte dieser Tage in der Herz-Marien-Kirche die Gedenktafel für die am 28. Januar 1998 verstorbene Wohltäterin dieses Gotteshauses ein. Was veranlasste die Schweizerin Lina Thyll, sich so großzügig für eine Kirche in einer armen Siedlung in Österreich zu engagieren? 

Als Lina Thyll nach dem Zweiten Weltkrieg nach Reutte kam, erlebte sie in der Tränkesiedlung genau das, was ihrem Sinn nach guten schweizerischen Traditionen entsprach: Sie sah eine arme, aber hart arbeitende Bevölkerung, die nicht nur „im Schweiße des Angesichts“ ihre Häuser baute, sondern auch noch eine Kirche in die Mitte der Siedlung stellen wollte. Lina Thyll half nicht nur finanziell, sondern sie begleitete die Kirche auch mit ihrem ganzen persönlichen Engagement. 

Mit Thyll geht`s voran 

Bereits am 2. Mai 1953 bildete sich damals unter dem Vorsitz des Uhrmachermeisters Franz Seitz in der Siedlung ein Kirchenbauausschuss. Ende Oktober 1954 begannen die Bewohner der Tränkesiedlung schließlich mit dem Grundaushub für eine ursprünglich geplante Kapelle. Der durchschlagende Impuls kam dann am 6. März 1955, als Lina Thyll das Ehrenpräsidium des Kirchbaues übernahm. 

Ihr schien das geplante Gotteshaus zu bescheiden und sie ließ neue Pläne auf ihre Kosten von einem Innsbrucker Architekten ausarbeiten, die auch zur Ausführung gelangten. Alles ging dank ihrer Hilfe nun sehr schnell: Schon am 6. Oktober 1957 konnte Bischof Paulus Rusch die Kirche schließlich einweihen.

ed

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