Der Tourismusverein Füssen befürwortet Wasserskianlage am Forggensee

Eine "touristische Bereicherung"

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Der Erste Vorsitzende Andreas legt den anwesenden Mitgliedern des Tourismusvereins zwei Beschlussvorlagen zur geplanten Wasserskianlage am Forggensee und zum angedachten Nationalpark Ammergebirge vor.

Füssen – Stellung bezogen hat jetzt der Tourismusverein Füssen bei der geplanten Wasserskianlage am Forggensee und beim Nationalpark Ammergebirge. Trotz einiger Bedenken befürworteten die Anwesenden mehrheitlich die Errichtung einer Wasserskianlage. Und auch beim Nationalpark sahen sie Chancen für den Tourismus.

Im Hotel Hirsch hatten sich nur 25 der insgesamt 260 Vereinsmitglieder zur Jahreshauptversammlung eingefunden. Diese segneten am Ende zwei vom Ersten Vorsitzenden Andreas Eggensberger vorgelegte Beschlussvorlagen mehrheitlich ab, die sich auf die Errichtung einer Wasserskianlage im Forggensee sowie die Schaffung eines Nationalparks im Ammergebirge beziehen.

Nach der einstimmigen Entlastung des gesamten Vorstands schlug vor allem Thorsten Dischereits Präsentation einer Wakeboardanlage hohe Wellen in den Reihen des Publikums. Diese möchte der Investor am westlichen Ufer des Forggensees sowie im See selbst installieren.

Bedenken wegen Anlage

Dischereits Ausführungen zu den Ausmaßen und zum Betrieb der Anlage, die er als „einzigartig in Deutschland“ bezeichnete, stießen nicht bei allen Besuchern auf Akzeptanz. Das Vorhaben soll laut Dischereit mit „minimal invasiven Eingriff“ am Forggensee umgesetzt werden. Doch insbesondere beim ehemaligen Vorsitzenden des Segelclubs Füssen-Forggensee, Adalbert Guggemos, entstand Widerstand gegen die Errichtung.

So befürchtet er beispielsweise, dass durch die Anlage die wassersportlichen Aktivitäten der Segelclubmitglieder stark beeinträchtigt werden. Nach einer ausführlichen Diskussion erklärte Eggensberger, er habe „mitbekommen, dass es Bedenken“ im Tourismusverein hinsichtlich der angedachten Wasserskianlage gebe. Die Versammlung nahm dennoch folgende Beschlussvorlage an: Der Tourismusverein Füssen befürwortet den Betrieb einer Wakeboardanlage als touristische Bereicherung und beauftragt die Vorstandschaft, sich in allen Gremien für dessen Entstehung einzusetzen.

Chance für Tourismus

Als eine „Chance für unseren Tourismus“ sah Eggensberger anschließend auch das „zweite kontroverse Thema“ dieser Jahreshauptversammlung an: Einen Nationalpark im Ammergebirge. In dem Bestreben, mehr Qualitätstourismus anstelle von Massentourismus in die Lechstadt zu locken, wofür sich der Verein laut einiger Vorstandsmitglieder engagiere, segneten die Versammelten mehrheitlich folgenden Beschluss ab: Der Tourismusverein sieht touristische Potentiale im Nationalpark im Ammergebirge. Daher beauftragt die Versammlung die Vorstandschaft, sich am Dialogverfahren zu beteiligen.

lex

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