Gästehaus feiert Geburtstag

Beliebt nicht nur bei Geistlichen: Präses Martin Straub (rechts), Geschäftsführer Heinrich Lang (Mitte) und Hausleiter Anton Steiner (links) im Gespräch vor dem Gästehaus St. Ulrich im Füssener Stadtteil Bad Faulenbach. Foto: cf

Füssen – Vor 110 Jahren hat Bischof Maximilian von Lingg in Bad Faulenbach das Gästehaus St. Ulrich gegründet, ein Erholungsheim für den Klerus. Zu dem Jubiläumsfest haben sich zahlreichen Teilnehmer auf dem Vorplatz an der kleinen Kapelle getroffen.

Das Gästehaus St. Ulrich in Bad Faulenbach ist bei den Füssenern noch immer eher bekannt als „Ulrichsheim“, erreichbar hinter dem Schluchtdurchgang bei der Max-Kapelle. Jetzt hat der seit drei Jahren amtierende Hausleiter Anton Steiner mit geladenen Gästen das 110. Jubiläum gefeiert. Begrüßt wurde hier das Ehepaar Füller, Vorgänger von Steiner, und durch seine neun Jahre in der Hotelleitung den Nachbarn in Bad Faulenbach immer noch gut bekannt. Die waren zum Jubiläum eingeladen und konnten hier Erinnerungen austauschen. 

Das Fest begann mit einer Andacht. Über Gastfreundschaft „als christliche Tugend“, predigte Präses Martin Straub in der Max-Kapelle. Er reiste vom Priesterseminar in Augsburg zur Füssener Jubiläumsfeier an, ebenso Geschäftsführer Heinrich Lang. Nach dem Segen durch den Präses folgte ein gemütliches Beisammensein. Dabei wurde an die lange Geschichte des Hauses erinnert. 

Gründungsjahr war 1903. Gründer Lingg stammte aus Nesselwang. Er wurde 1842 geboren. Auch noch, als Lingg längst Bischof war, blieb er laut Steiner „eng mit der Region rund um Füssen verbunden“.1988 wurde das alte Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, zu dem auch Seminarräume gehören. Jahrzehntelang checkten in dieses Haus „vornehmlich Pfarrer und Bischöfe“ ein, wie Steiner berichtete. Seine Gäste schätzen die idyllische Lage und den Charme des christlich geführten Hauses. „Hier kann jeder Urlaub machen, der Ruhe und Besinnung sucht.“

Auch Nicole Stocker und Christine Hipp von Füssen Tourismus und Marketing (FTM) hörten Steiner zu, als er über die wechselhafte Geschichte des Hauses sprach, das jetzt durch eine dezente Farbgestaltung behaglicher als noch zu Beginn der Hotelära wirkt. Zum Entspannen wurde eine Bäderabteilung eingerichtet. „Ein TV-Gerät kann von unseren Gästen ausgeliehen werden. Unsere Zimmer sind komfortabel, aber ganz bewusst nicht mit Fernseher ausgestattet“, erläuterte Steiner den versammelten Gästen, darunter auch Bürgermeister Paul Iacob, Stadtpfarrer Frank Deuring und Sängerin Sabrina Tiedke, die in der Kapelle mit Albert Frey an der Orgel die Andacht gestaltet hatte. cf

Meistgelesene Artikel

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

Kommentare