Seniorenkonzept soll kommen

Mit Blick aufs Alter: Dieter Kreuz, Annegret Schefold und Ilona Deckwerth (v. l.) informierten kürzlich über ein seniorenpolitisches Konzept in Füssen. Foto: lex

Die Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt Füssen waren einer Meinung. Die Vertreter verschiedener sozialer Einrichtungen und Organisationen stimmten in ihrer jüngsten Sitzung unter dem Vorsitz von Stadträtin Ilona Deckwerth (SPD) kürzlich einhellig für die Erstellung eines seniorenpolitischen Konzeptes in Füssen. Deckwerth bremste die Erwartungen im großen Sitzungssaal des Rathauses dabei allerdings noch mit den Worten: „Das Konzept hat erst Verbindlichkeit, wenn es vom Stadtrat abgesegnet worden ist.“

Mit dieser Bemerkung beendete die SPD-Politikerin Deckwerth die erste Sitzung des Füssener Seniorenbeirats in diesem Jahr. In deren etwa zweistündigem Verlauf erläuterten Annegret Schefold und Dieter Kreuz von der Koordinationsstelle „Wohnen zu Hause“ den Beiratsmitgliedern unter anderem die Ergebnisse einer Bürgerbefragung, die die Arbeitgemeinschaft für Sozial- und Altersplanung 2008 unter mehr als 700 Füssener Bürgern im Alter von 60 Jahren und darüber gemacht hatte. Und während Kreuz dabei die Devise „Wohnen zu Hause“ als „unser Ziel“ unterstrich, nahmen Schefold und er auch auf „Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter“ Bezug. In dieser Hinsicht betonte vor allem Schefold, dass eine Bevölkerungsvorausschätzung von 2006 eine starke Zunahme von 50 bis 80 Jahre alten Bürgern in Füssen bis 2025 prognostiziert habe. Aber nicht nur deshalb sei es wichtig, sich schon jetzt zumindest gedanklich mit dieser soziografischen Entwicklung zu befassen, hob Deckwerth die Bedeutung der Erstellung eines seniorenpolitischen Konzeptes für Füssen hervor. Workshop soll folgen Bei der Bürgerbefragung von 2008 sei unter anderem herausgekommen, dass sich 233 ältere Menschen „für die Zukunft eine Wohnung mit Betreuung bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit“ wünschten, wie Schefold deutlich machte. Da sich nach Angaben Schefolds laut dieser Befragung zudem 166 Personen „eine seniorengerechte Wohnung, in der man zum Beispiel besser mit Treppen und Schwellen zurechtkommt“, wünschten, sei man nicht nur bei der Koordinationsstelle „Wohnen zu Hause“ zu dem Schluss gekommen, hinsichtlich künftiger seniorenpolitischer Arbeit vor allem dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ möglichst gerecht zu werden. Diesem Grundsatz solle ein seniorenpolitisches Konzept in Füssen Rechnung tragen, erklärte Deckwerth. Am 12. März soll ein Workshop zum Thema „seniorenpolitisches Konzept in Füssen“ stattfinden.

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