Teil einer Jugendgruppe erkrankt vermutlich an einer Noro-Infektion

Großeinsatz in Jugendherberge

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Die Rettungskräfte haben am freitagabend in der Jugendherberge alle Hände voll zu tun.

Füssen/Marktoberdorf – 25 Angehörige der Jugendfeuerwehr Norderstedt, die ihre Sommerfahrt in der Füssener Jugendherberge verbrachten, sind Ende vergangener Woche vermutlich an einer Noro-Virus-Infektion erkrankt. Acht von ihnen mussten nach Angaben des Gesundheitsamtes in die Krankenhäuser in Füssen und Kempten gebracht werden.

Wie die Behörde weiter mitteilte, ging es den meisten Betroffenen bereits am Samstag schon wieder besser. Ob es sich bei der Infektion tatsächlich um das Noro-Virus handelte, sollen Laboruntersuchungen zeigen (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe).

Zunächst war das Gesundheitsamt am Freitag alarmiert worden, weil immer mehr Jugendliche der insgesamt 45-köpfigen Gruppe aus Schleswig-Holstein über Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Kreislaufprobleme klagten.

Bereits am Mittwoch erkrankte offenbar das erste Kind, am Donnerstag kamen vier weitere dazu. „Am Freitag stieg die Zahl der Erkrankungen rapide an“, so Ralf Kinkel vom Landratsamt. Demnach erkrankten so bis Samstagmorgen insgesamt 22 Kinder und drei Betreuer. Acht von ihnen ­– darunter auch ein Betreuer – mussten daraufhin in die Krankenhäuser in Füssen und Kempten gebracht werden.

Die übrigen Patienten mussten vor Ort mit Infusionen behandelt und medizinisch betreut werden. Im Einsatz waren dabei nach Angaben des Landratsamtes die BRK-Schnelleinsatzgruppen aus Pfronten, Marktoberdorf und Kaufbeuren unter der Führung eines Organisatorischen Leiters und eines Leitenden Notarztes. „In der Jugendherberge wurde die betroffene Gruppe isoliert, um eine weitere Ansteckung zu verhindern“, schildert Ralf Kinkel das Vorgehen.

„Bei aller verständlicher Sorge, die ein solcher Einsatz bei den Betroffenen auslöst, konnte die Lage rasch beruhigt und alle Erkrankten gut versorgt werden“, so der Oberregierungsrat weiter.

kb/mm

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