Entscheidung: Pfrontener Gemeinderat will eine reduzierte Sanierung des Skizentrums

Neues Konzept für das Skizentrum

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Das Skizentrum Pfronten am Fuße des Breitenbergs soll künftig vor allem für Kinder und Anfänger da sein.

Pfronten – Auf einen Kompromiss für das Skizentrum in Pfronten-Steinach hat sich jetzt der Pfrontener Gemeinderat geeinigt. Demnach soll nun eine reduzierte Variante der bisherigen Planungen weiter verfolgt werden. Dieses bietet einige Vorteile.

Wie wichtig der Pfrontener Bevölkerung das Thema Skizentrum am Fuße des Breitenbergs ist, zeigte sich an der hohen Zahl der Zuschauer in der Gemeinderatssitzung.

Tatsächlich wird das Thema seit Jahren in der 13-Dörfer-Gemeinde kontrovers diskutiert. Doch nun scheint sich in Form einer reduzierten Variante eine Lösung abzuzeichnen.

Diese bietet verschiedene Vorteile: Da Untersuchungen ergeben haben, dass Pfronten wegen zu geringer Höhen, zu flacher Hänge und fehlender Schneesicherheit kein Skigebiet im klassischen Sinne ist, sei es perfekt für Kinder und Anfänger geeignet. Auf diese beiden Zielgruppen müsse der Neubau deshalb abgestimmt werden, schlugen die Vertreter des mit den Planungen beauftragten Innsbrucker Planungsbüros vor.

So soll neben einer erweiterten Hochleistungs-Beschneiungsanlage, die bis zur Bergstation des Standard-Liftes reichen soll, ein Förderband für Kinder gebaut werden. Durch die Einbeziehung des Leitungssystems der bereits existierenden alten Beschneiungsanlage könnten die Baukosten erheblich gesenkt werden. Trotzdem werden die Kosten für den Umbau auf über drei Millionen Euro geschätzt, was mehrere Ratsmitglieder zu bedenken gaben. Das müsse genau überlegt werden, hieß es einstimmig.

Allerdings waren sich die Räte auch darin einig, dass etwas am Fuße des Breitenbergs geschehen muss.

Fertigstellung bis 2017?

 Ein weiterer Vorteil der reduzierten Variante sei, dass die Arbeiten auch ohne große Erdbewegungsarbeiten möglich sein werden, so die Vertreter des Planungsbüros. Geplant ist darüber hinaus, den Baby-Lift durch einen Teller-Lift zu ersetzen. Der Standard-Lift werde im neuen Konzept dagegen voll mit einbezogen, denn dieser Lift ist laut letzter TÜV-Untersuchung trotz seines Alters noch in einem guten Zustand.

Daraus könne man durchaus etwas machen, hieß es von Seiten des Planers. Wohl der größte Pluspunkt an der neuen Variante ist aber, dass sie bereits bis Ende 2017 fertig gestellt sein könnte. Es könnte also zu einer schnellen Lösung kommen.

Zu hohe Kosten?

Das Argument Toni Freudigs (Unserpfronten), sich doch auf eine andere Zielgruppe (Mittelschwere Abfahrten) zu verlegen, erhielt dagegen keine Zustimmung. Denn dazu seien erhebliche Erdverschiebungsarbeiten im gesamten Baugebiet notwendig, erklärten die Planer aus Innsbruck.

Diese würden den Kostenrahmen auch durch die zu erwartenden Auflagen bei weitem sprengen. Der Planer habe bei über 1500 anderen Liftanlagen seine Fachkompetenz bewiesen, so Ratsmitglied Dr. Otto Randel von der „Pfrontener Liste“. Seiner Einschätzung sollten die Gemeinderäte vertrauen. Mit 18:3 Stimmen beschloss das Gremium schließlich die Fortführung das Planungsverfahrens „Variante 2“.

Ralph Finger

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