Parkplätze müssen zurück gebaut werden

Stadt will handeln

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Trotz eines eindeutigen Verbots benutzen einige Autofahrer den Weg links, um von den Parkplätzen (hinter dem Gebüsch) in die Bahnhofstraße zu gelangen.

Füssen – Die neuen Parkplätze vor dem Haus Bahnhofstraße 5 im Freybergpark hätten zumindest teilweise genehmigt werden müssen.

Zu diesem Ergebnis ist jetzt die Bauverwaltung nach Vermessungen vor Ort gekommen, wie Bauamtsleiter Armin Angeringer am vergangenen Donnerstag auf Nachfrage des Kreisbote mitteilte.

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) kündigte an, dass die betroffene Fläche zurück gebaut werden soll.

Demnach liegen etwa 30 Quadratmeter der seit einigen Wochen aufgekiesten Parkfläche vor dem Haus Bahnhofstraße 5 auf städtischem Grund. „Da diese Teilfläche im Bebauungsplan W43 als Grünfläche festgesetzt ist, ist insoweit die Entscheidung über die Erteilung einer Befreiung vom Bebauungsplan erforderlich“, so Angeringer gegenüber dem Kreisbote.

Deutlicher äußerte sich der Bürgermeister: „Das ist Inbesitznahme fremden Eigentums“, sagte Iacob im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das muss zurück gebaut werden!“

Schluss mit "wildem" Parken

Wie am vergangenen Mittwoch im Kreisbote berichtet, hatte der Eigentümer des Hauses Bahnhofstraße 5 – in dem 19 Wohneinheiten gemeldet sind – die befestigten Parkplätze vor dem Haus kürzlich anlegen lassen. So weit, so gut, hieß es dazu zunächst aus dem Rathaus. Schließlich sei dort schon länger „wild“ geparkt worden. Ob ausschließlich von Bewohnern des Hauses oder auch Touristen und Besuchern ist unklar.

Allerdings sind die Parkplätze nur über einen Fußgängerweg anfahrbar – und zwar über die Einfahrt zur „Luitpoldpark“-Tiefgarage in der Luitpoldstraße. Beim Wegfahren müssten die Parkenden diesen Weg auch eigentlich wieder nehmen. Doch wie zu beobachten ist, fahren viele einfach über den Fuß- und Radweg durch den Freybergpark weiter in die Bahnhofstraße.

 Nachbar Hartmut Heinz, Direktor des Luitpoldparkhotels, berichtet, dass es deshalb bereits beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Kind gekommen sein soll. „Andere Fahrzeuge außer Feuerwehr und Rettungswagen dürfen dort nicht fahren“, stellt nun auch Bürgermeister Iacob unmissverständlich klar.

Pfosten soll kommen

Deshalb will die Stadtverwaltung reagieren. „Aus meiner Sicht ist der Einbau eines Absperrpfostens zum Park hin geboten, um das unzulässige Durchfahren des Weges durch den Freybergpark zu unterbinden“, erläuterte Angeringer. Eine Entscheidung darüber sollte am Freitag nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe fallen.

Weitere Gespräche Darüber hinaus sollen in dieser Woche weitere Gespräche mit dem Hauseigentümer geführt werden. Die Bitte, die Bewohner des Hauses aufzufordern, den Weg nicht mehr zu befahren, habe bislang nicht zum gewünschten Ergebnis geführt, so Angeringer.

Matthias Matz

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