Surreale Städteporträts

Die Fotokünstlerin Sonja Seebach hatte im Schloss immer wieder aufmerksame Zuhörer, als sie die mit analoger Technik aufgenommenen Städteporträts vorstellte. Foto: cf

Hopferau – Sonja Seebach ließ ihre Digital-Kamera zuhause liegen, als sie auf Reisen ihr Projekt „Städte im Porträt“ gestaltet hat. Sie wählte für die bis Freitag, 29. November, laufende Schau, die im Schloss zu Hopferau zu sehen ist, 26 in digitaler Technik vollendete Arbeiten aus. 

Die Einführung in die Ausstellung hatte bei der Vernissage vor ungefähr 60 Gästen Stefan Schön übernommen. Der Regisseur und Rezitator aus Augsburg erhellte mit Blick auf die von Seebach gepflegte „analoge Technik“ die Hintergründe des Schaffens der Autodidaktin, die Jahrgang 1977 ist. Mit der atmosphärischen Aufnahme der Skyline einer amerikanischen Metropole aus typischer Perspektive ist der kreative Prozess nicht abgeschlossen. Ein oft von Seebach sensibel verwendetes Stilmittel ist eine veränderte Farbgebung des zuvor aufgenommenen Motivs.  Die sorgfältige Nachbearbeitung kann in einer ansprechenden Collage gipfeln. 

Die Stadt Augsburg, in der Seebach lebt und hauptberuflich als Designerin im Bereich Multimedia arbeitet, erfährt dadurch zum Beispiel an einigen Plätzen einen Umbau. Seebach lässt ihre geliebten Großstädte – zum Beispiel Frankfurt am Main - surreal und fast menschenleer erscheinen. Dabei wirken die Fotoarbeiten überhaupt nicht trist, sondern geheimnisvoll inspirierend. Die „Jazzelsteiner“ spielten - in kleinerer Besetzung als üblich  – Songs, die zu der angenehmen Stimmung auf den Fotos passten. Die erste Einzelausstellung von Seebach, die sich zuvor bei Gruppenausstellungen beteiligt hatte, fand großen Anklang beim Publikum im Schloss. Starken Beifall ernteten auch die Musiker. Anja Twardy, die hier fürs Kulturprogramm zuständig ist, hat in doppelter Hinsicht eine glückliche Hand bewiesen. cf

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