Die Außenstelle Füssen der Berufsschule Ostallgäu verabschiedet ihre Schüler und Lehrer Egelhofer

Überdurchschnittliche Leistungen

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Blick auf den Abschlussjahrgang: Die Jahrgangsbesten erhalten Sonnenblumen.

Füssen – „Bei der mündlichen Prüfung wurde acht Mal die Note eins erzielt, davon drei Mal die volle Punktzahl“, freute sich Alfred Unsin jetzt bei der Abschlussfeier über die Leistungen seiner Berufsschüler.

Der Leiter der Außenstelle Füssen der Berufsschule Ostallgäu ergänzt: „Fast die Hälfte der geprüften Schülerinnen und Schüler erreichte die Note zwei“.

Bei der Feier in der Aula der Berufsschule verabschiedete sich außerdem Berufsschullehrer Norbert Egelhofer. Er geht nach diesem Schuljahr in den Ruhestand. Der Abschied von den Tourismuskaufleuten, die im Prüfungsjahr 2016 erfolgreich waren, wurde für Norbert Egelhofer zur bewegenden Stunde. Starker Applaus dankte ihm in der vollbesetzten Aula für die jahrzehntelange Arbeit an der Berufsschule.

Egelhofer, Jahrgang 1952, geht jetzt in den Ruhestand. Sein Verdienst war es, dass die Tourismusbranche mit den Jugendlichen in dualer Ausbildung den Pool bekommen hat, den sie dringend braucht. Der Einzelhandel, wie Berufsschul-Außenstellenleiter Alfred Unsin bei der Abschlussfeier mit seinem Kollegium ebenso unterstrich, wird qualifizierte Kräfte erhalten. Er fügt im Gespräch mit dem Kreisbote hinzu: „Besonders erfreulich sind die Ergebnisse der diesjährigen Abschlussprüfung im Einzelhandel: sie sind überdurchschnittlich positiv.“

Ebenfalls auf gutem Kurs sind laut Unsin „unsere Verkäuferinnen und die auf die Holztechnik spezialisierten künftige Handwerker“.

Gute Leistungen

Alle Namen des kaufmännischen und des handwerklichen Nachwuchses erschienen auf großer Leinwand projiziert. Damit war es offiziell: Diese Jugendlichen konnten eine Station ihrer beruflichen Laufbahn abschließen.

Sie taten dies mit durchwegs guten Leistungen. 13 Mal wurde sogar der Staatspreis verliehen. „Drei frisch gebackene Fachkräfte dürften sich über die Auszeichnung Landkreispreis freuen“, wie Unsin den Azubi-Eltern, Ausbildern und anderen Gästen der Feier mitteilte. Aktuell sind an der Außenstelle Füssen 23 Tourismuskaufleute verabschiedet worden. Größtenteils sind es Kauffrauen.

In der Füssener Berufsschule bekommen die Jugendlichen das erforderliche Wissen in der Theorie vermittelt, das sie in unterschiedlichen Ausbildungsbetrieben in der Praxis lernen. Eine der Besten aus dem guten Jahrgang ist Lena Hölzl. Sie lernte in Lechbruck bei der „Touristikinfo“. Mit 1,14 schloss sie die Ausbildung ab. Auch für die andere Azubis, die mit besonderer Leistung glänzten, gab es Urkunden und Geldpreise.

"Wichtiger Baustein"

Anton Traut aus der Berufsschulleitung lobte mit Blick auf die Abschlusszeugnisse: „Das Ziel wurde in souveräner Manier erreicht.“ Traut wünschte den jungen Fachkräften: „Kommen Sie gut durch Ihr Leben!“ Ein Superzeugnis bekam nicht zuletzt auch Ex-Berufsschullehrer Egelhofer. Was darin steht, las Kollegin Mona Kübler vor. In den Grußworten war mehr zu hören als der übliche Hinweis aufs lebenslange Lernen, mit dem die verabschiedeten 18 Kaufleute im Einzelhandel und ihre 14 Verkäuferkollegen rechnen müssen.

Landrätin Maria Rita Zinnecker – hier zum ersten Mal zu Gast – sagte: „Die Berufsschulaußenstelle Füssen ist ein wichtiger Baustein in unserer Ostallgäuer Bildungslandschaft.“ Von Füssens Bürgermeister Paul Iacob kam der Rat, „offen gegenüber Veränderungen zu sein und anderen Menschen respektvoll und mit Toleranz zu begegnen.“ Leopold Linder aus Schwangau erheiterte das Publikum im Namen der Kaufleute mit dem Satz: „Kein Berichtsheft mehr, mit dem man sich herum schlagen muss.“

Der Abschluss vermittle ein „geiles Gefühl“. Ein erstes Ziel erreicht haben die 20 Schüler, die nach dem Berufsgrundbildungsjahr BGJ Holztechnik die Werkstatt verlassen. Nach weiteren Angaben von Unsin waren „diesmal bei uns 13 Schreiner und sieben Zimmerer in der Klasse von Werner Friedl und seinen Kollegen“.

Unsin, der in der kurzweilige Feierstunde als Moderator im Einsatz war, sprach vielfachen Danke aus. Großes Lob erhielt das Quartett aus dem benachbarten Gymnasium fürs live Musizieren.

Chris Friedrich

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